Eiskunstlauf Grand Prix
Viele Fragezeichen hinter DEU-Eiskunstläufern

Die NHK-Trophy der Eiskunstläufer in Osaka war vor allem für Stefan Lindemann ernüchternd. Der deutsche Meister wurde sang- und klanglos Letzter, während Annette Dytrt bei den Frauen immerhin auf Platz acht lief.

Kopfschüttelnd ist Eiskunstläufer Stefan Lindemann bei der NHK-Trophy in Osaka nach einer völlig verpatzten Kür vom Eis gegangen. Der deutsche Meister belegte sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür den elften und letzten. Damit ist die Grand-Prix-Saison für Lindemann beendet.

"Ich muss jetzt in Ruhe darüber nachdenken, was ich falsch gemacht habe. Ich habe mich angriffslustig gefühlt, aber es lief halt nicht", sagte der Erfurter. In einem Weltklassefeld hätte Lindemann allerdings auch ein Sieg nicht mehr gereicht, um sich noch für das Grand-Prix-Finale in zwei Wochen in Tokio zu qualifizieren.

Ungewohnte Sprungprobleme, speziell beim dreifachen Axel, verdarben dem Europameisterschafts-Dritten mächtig die Stimmung: "Ich hoffe nur, dass es nun mit schlechten Programmen für den Rest des Winters vorbei ist." Immerhin: Dank seines vierten Platzes beim Cup of Russia in St. Petersburg steht der Olympia-Teilnahme Lindemanns nichts mehr entgegen.

Dytrts Olympia-Start noch nicht sicher

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wird der 25-Jährige umgehend ein zielgerichtetes Training für die deutschen Meisterschaften von 27. bis 30. Dezember in Berlin aufnehmen. "Dort will ich zeigen, dass mit mir zu rechnen ist", kündigte der Titelverteidiger noch in Japan an.

Selbst die deutsche Meisterin Annette Dytrt schnitt als Achte von der Platzierung her besser als der letztjährige WM-Dritte ab, die Münchnerin allerdings muss noch um ihre Olympia-Qualifikation zittern. Nur mit einer erfolgreichen Titelverteidigung in Berlin erhält sich Dytrt die Chance, sich das Olympia-Ticket bei den Europameisterschaften in Lausanne zu sichern.

Chemnitzer Paarläufer müssen warten

Bei Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy hingegen gäbe es keinerlei sportliche Zweifel an der Nominierung für Turin, schließlich qualifizierten sich die Chemnitzer Paarläufer in Osaka als viertbestes Paar für das Finale von Tokio. Was der gebürtigen Ukrainerin zu ihrem Glück noch fehlt, ist der für Olympia unbedingt erforderliche deutsche Pass.

Da die Mindestaufenthaltsdauer von drei Jahren zum Stichtag 30. Januar 2006 nicht erfüllt sein wird, hat die Deutsche Eislauf-Union (DEU) eine Ausnahmegenehmigung für die 21-Jährige beantragt. "Mehr können wir nicht tun, jetzt heißt es warten", sagte dazu Trainer Ingo Steuer.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%