Eiskunstlauf Olympia
Olympia-Countdown für Eiskunstläufer beginnt

Die Weltmeister Aljona Savchenko/Robin Szolkowy zeigen bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf erstmals ihr Vancouver-Programm. Die ISU vergibt dort auch noch Olympia-Startplätze.

Der Vancouver-Countdown beginnt - für die Eiskunstlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy ist die Nebelhorn-Trophy ab heute in Oberstdorf der erste Schritt auf dem Weg zur ersehnten Goldmedaille. Erstmals präsentieren die Chemnitzer in der Öffentlichkeit ihre beiden neuen Programme, mit denen sie auch und gerade im olympischen Winter Maßstäbe setzen wollen.

"Wir arbeiten an einer Traumkür. Es soll etwas Bleibendes entstehen, Aljona und Robin sollen etwas Ausgereiftes zeigen. Bisher lief das Training fast störungsfrei, wir sind vier Wochen weiter als im vorigen Jahr zum gleichen Zeitpunkt", sagt Trainer Ingo Steuer. "Send in the clowns" lautet der Titel des Kurzprogramms, aus der Kür macht das Sachsen-Trio noch ein Geheimnis. Steuer: "Es ist auf jeden Fall ein Kontrast zur Kurzkür."

Der Ex-Weltmeister weiß sehr genau, dass er sich mit seinen hohen Ansprüchen auf einem schmalen Grat bewegt. Schon die Interpretation von "Schindlers Liste", mit der die dreimaligen Europameister im März in Los Angeles ihren Weltmeistertitel erfolgreich verteidigten, ging in die Paarlauf-Geschichte ein. "Auf unserem Niveau werden Steigerungen immer schwieriger. Aber wenn die Elemente sicher kommen, könnte es klappen", hofft Steuer.

"Deutschland ist unsere Heimat"

Nach wie vor nicht ausgestanden ist der Finanzstreit mit der Deutschen Eislauf-Union (DEU), ein außergerichtlicher Vergleich bezüglich der Bezahlung des stasi-belasteten Trainer bis zum Ende der olympischen Saison wird immer brüchiger. Doch ein kurzfristig erwogener Nationalitätenwechsel ist für das Trio kein Thema mehr. Steuer: "Ein bisschen Nationalstolz haben wir schon, Deutschland ist unsere Heimat."

Während Savchenko/Szolkowy ihr Olympia-Ticket praktisch in der Tasche haben, geht es für Stefan Lindemann im Allgäu ums nackte sportliche Überleben. Schmerzen an der Achillessehne, hartnäckige Leistenbeschwerden und mehrere kurzfristige Erkrankungen verhinderten fast zwei Jahre lang jegliche Wettkampfaktivitäten des Erfurters. Bei seinem Comeback kämpft der ehemalige WM-Dritte nun um einen deutschen Startplatz bei den Winterspielen in Kanada.

Lindemann muss mindestens Sechster werden

"Ich möchte einfach meine Karriere mit einem großen Wettkampf abschließen", sagt der Thüringer. Erste Voraussetzung ist allerdings, dass Lindemann bei der Nebelhorn-Trophy mindestens den sechsten Platz belegt. Nur dann hat er selbst oder einer seiner nationalen Konkurrenten die Chance, bei internationalen Wettkämpfen die nötigen Punkte für eine Olympia-Nominierung zu sammeln.

Exakt die gleichen Vorgaben muss auch Lindemanns langjähriger Konkurrent Stephane Lambiel erfüllen. Der Ex-Weltmeister startet in Oberstdorf ebenfalls einen Comebackversuch. Doch anders als Lindemann hatte der Schweizer wegen langwieriger Adduktorenprobleme schon offiziell seinen Rücktritt erklärt, ehe er sich im Sommer anders besann.

© SID

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