Eiskunstlauf WM
Ando krönt sich bei WM zur Eiskunstlauf-Queen

Miki Ando hat die Damen-Konkurrenz bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio für sich entschieden. Die Japanerin siegte vor ihrer Teamkollegin Mao Asada und Yu-Na Kim aus Südkorea.

Japans Eiskunstläuferinnen haben sich vor eigenem Publikum bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio in die Geschichtsbücher eingetragen. Durch Miki Ando (195,09) und Mao Asada (194,45) kam das fernöstliche Kaiserreich zu seinem ersten WM-Doppelsieg der Kufen-Historie, mit Rang fünf komplettierte Yukari Nakano den Triumph Nippons.

Yu-Na Kim verschenkt Gold

Ermöglicht wurde die Erfolgsstory der Gastgeberinnen allerdings durch die schwache Tagesform von Yu-Na Kim. Die 16 Jahre alte WM-Debütantin aus Südkorea, die im Kurzprogramm mit 71,95 Punkten einen inoffiziellen Weltrekord aufgestellt hatte, konnte nach zwei Stürzen ihre führende Position nicht behaupten und musste am Ende froh sein, mit 186,14 Zählern Bronze gewonnen zu haben.

Vor 6 800 enthusiastischen Zuschauern im restlos ausverkauften Metropolitan Gymnasium reichte Ando in der letzten WM-Entscheidung die zweitbeste Kürleistung zum Gesamtsieg. Bei den letztjährigen Olympischen Spielen lediglich 15., hatte die 19 Jahre alte Studentin aus Nagoya ihre Nerven diesmal besser im Griff und zog noch an ihrer Rivalin aus Korea vorbei. Von Weinkrämpfen geschüttelt, gab sie schon zwei Minuten nach Wettkampfende ihr erstes TV-Liveinterview.

Kostner und Meissner gehen leer aus

Einen jähen Absturz erlebte hingegen Carolina Kostner. Die aus Südtirol stammende, für Italien startende und in Oberstdorf lebende Europameisterin fiel nach einer Kür mit vielen technischen Schwächen vom dritten auf den sechsten Platz zurück und fuhr achselzuckend und mit einem enttäuschten Gesichtsausdruck vom Eis. Ohne Medaille blieb als Vierte auch Titelverteidigerin Kimmie Meissner aus den USA.

Für die deutsche Meisterin Kristin Wieczorek war die Damen-Konkurrenz schon am Freitag nach dem Kurzprogramm beendet. Die WM-Debütantin aus Chemnitz war nach einer schwachen Leistung nicht über den 29. Platz hinausgekommen. Nur die besten 24 Läuferinnen qualifizierten sich für das Kürfinale.

"Es war klar, dass Kristin mit wenig Wettkampferfahrung nach Japan kommen würde. Man muss aber auch feststellen, dass sie ihre Trainingsleistungen nicht umsetzen konnte", kritisierte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), das Abschneiden der 20-Jährigen, die derzeit eine Ausbildung zur Physiotherapeutin absolviert.

Die einzige deutsche Medaille hatten bereits am Mittwoch die Europameister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy aus Chemnitz gewonnen, die in der Paarlauf-Konkurrenz Rang drei belegten. Respektabler Zwölfter bei den Herren wurde der sechsmalige deutsche Meister Stefan Lindemann (Erfurt).

Die Welttitelkämpfe 2008 werden in der schwedischen Hafenstadt Göteborg ausgetragen.

© SID

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