Eiskunstlauf WM
Platz sechs für Paarläufer Savchenko Szolkowy

Mit Platz sechs haben die deutschen Paarläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy die Paarlauf-Konkurrenz bei der Eiskunstlauf-WM in Calgary abgeschlossen. Gold ging an das chinesische Duo Pang Qing und Tong Jian.

Zu einer Medaille hat es für die deutschen Paarlauf-Meister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy (Chemnitz) bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Calgary nicht gereicht. Wie schon bei den Olympischen Spielen in Turin belegte das deutsche Duo den sechsten Platz. Es siegten die Chinesen Pang Qing und Tong Jian vor ihren Landsleuten Zhang Dan und Zhang Hao sowie Maria Petrowa und Alexej Tichonow aus Russland. Unter 20 Paaren kamen Mari-Doris Vartmann und Florian Just aus Dortmund auf Rang 18.

"Wir sind froh, dass die Saison endlich vorbei ist. Wir hätten vielleicht alles verdrängen können, wenn sich der Erfolg eingestellt hätte. Aber das war leider nicht der Fall", sagte Szolkowy am Ende eines langen Winters, in dem die deutschen Paarlauf-Meister EM-Silber gewannen, der sie nun aber in eine ungewisse Zukunft entlässt.

Beide mit kleinen Fehlern

Die Stasi-Affäre um ihren Trainer Ingo Steuer belastete die beiden Chemnitzer auch in der letzten Kür der olympischen Saison. Diesmal kostete ein Stolperer des 26-jährigen Szolkowy beim dreifachen Toe-Loop kostbare Punkte, da war an mehr als einen sechsten Platz nicht zu denken, zumal auch seine Partnerin Probleme beim Doppel-Axel hatte. Szolkowy: "Nach der EM ging es leider bergab, wir haben nie mehr unseren inneren Rhythmus wiedergefunden."

Wie und vor allem von wem diese Talfahrt gestoppt werden soll, darüber gibt es in den kommenden Wochen reichlich Gesprächsbedarf. Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) ist an einer weiteren Zusammenarbeit mit Steuer interessiert, will dem als "IM Torsten" entlarvten Ex-Weltmeister allerdings keine Extrawürste braten.

Probleme bei Finanzfragen

"Wir möchten weiter mit Ingo Steuer zusammenarbeiten. Das Paar hat ihn als Trainer gewählt, und es ist ja kein Berufsverbot ausgesprochen worden. Aber wir können ihn nicht viel anders behandeln als andere Trainer", sagte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Verband finanziell nicht auf Rosen gebettet ist.

Gleiches gilt allerdings für den Coach, der in einer Woche bei der Bundewehr ausscheidet und als angehender Student der Anglistik und Amerikanistik jeden Euro sicherlich gut gebrauchen kann. Der 39-Jährige zu seiner Situation: "Im Moment bin ich total ausgebrannt." Der DEU schwebt vor, Savchenko und Szolkowy die Fördergelder direkt zur Verfügung zu stellen, für die Bezahlung ihres Trainers wären die Vize-Europameister dann selbst verantwortlich.

Chinesischer Doppelsieg vor 8 000 Zuschauern

Da hätten dem Sachsen-Trio die 67 500 Dollar, die die neuen Weltmeister Pang Qing und Tong Jian aus China für ihren ersten Titel einstreichen durften, sehr gut getan. Die Chinesen leisteten sich in ihrer Kür nur einen einzigen Fehler und siegten vor 8 000 Zuschauern im Saddledome vor ihren Landsleuten Zhang Dan und Zhang Hao sowie den russischen Ex-Weltmeistern Maria Petrowa und Alexej Tichonow.

© SID

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