Eisschnelllauf DM
Pechstein erringt zwölften Titel

Guter Saisonauftakt für die Eislauf-Elite: Claudia Pechstein und Jenny Wolf gewannen bei den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften in Berlin jeweils einen Titel.

Favoritensiege beim Saison-Auftakt der Eisschnelläuferinnen: Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein gewann bei den deutschen Einzelstrecken-Meisterschaften im Eisschnelllauf in Berlin über 3000m in 4:08,32 Minuten. Es ihr zwölfter nationaler Titel. Weltmeisterin Jenny Wolf (Berlin) setzte sich über 500m in zwei Läufen (38,07+38,16 Sekunden) durch und feierte ihren zehnten nationalen Titel.

"Das Rennen war sehr konstant, nur die erste Runde war sehr schnell", sagte Pechstein, die Stephanie Beckert (Erfurt/4:14,64 Minuten) und Lucille Opitz (Berlin/4:16,79) auf die Plätze zwei und drei verwies. "Ich bin hier in Berlin über 3000m gelaufen, um mir die nötige Wettkampfhärte für den Weltcup in der kommenden Woche zu holen", meinte Pechstein.

Lob vom Bundestrainer

Auch Sprint-Weltmeisterin Wolf war "ganz zufrieden" mit ihrer Leistung. Die 29-Jährige kam nach zwei Läufen mühelos auf Platz eins und verwies Pamela Zoellner aus Erfurt (39,20+38,97) auf den zweiten und Monique Angermüller aus Berlin (38,92+39,38) auf den dritten Rang. Im ersten Lauf stellte Wolf eine neue Saisonbestleistung auf.

Bundestrainer Markus Eicher (Inzell) fand lobende Worte für Pechstein. "Das war für den Anfang sehr gut. Man hat das Gefühl, dass sie die harte Vorbereitung in Norwegen besser weggesteckt hat, als im vergangenen Jahr." Pechstein zeigte bei ihrem Lauf eine enorme Konstanz und erzielte über fünf Runden nahezu die gleiche Zeit. "Was das genau wert ist, werden wir in der kommenden Woche beim Weltcup in Berlin erfahren", sagte Eicher.

Friesinger muss passen

Pechsteins Dauerrivalin Anni Friesinger musste für die DM genauso wie für den Weltcup am kommenden Wochenende in Berlin absagen. Die Olympiasiegerin muss sich nach einer Knieoperation schonen und greift erst am 21. Dezember ins Wettkampfgeschehen ein. Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz aus Erfurt ließ das 3 000-m-Rennen aus.

Pechstein, die sich im Sommer die Nasenscheidewand operativ richten ließ, bestätigte ihre gute Frühform, die sie sich in den vergangenen Wochen durch hartes Training erarbeitet hatte. Vor dem ersten Wettkamf der Saison hatte die Lokalmatadorin noch erklärt, dass sie sich nach der Vorbereitung müde fühlen würde. Am Ende fand sie aber rechtzeitig zu ihrer Lockerheit zurück, um ihren ersten nationalen Titel seit 2006 einzustreichen.

Höhepunkt der Saison wird für Pechstein die Einzelstrecken-WM in Vancouver im März, wo ein Jahr später die Olympischen Spiele stattfinden. Bei der Olympia-Generalprobe will die "Grande Dame" des deutschen Eisschnelllaufs wieder eine Medaille gewinnen.

Bei den Herren sicherte sich Nico Ihle (Chemnitz) den Sieg über 500 m in 36,34 und 35,96 Sekunden über zwei Läufe vor Frank Steiner (Dresden) und Samuel Schwarz (Berlin). Marco Weber setzte sich im 5 000-m-Rennen durch. Der WM-Dritte in der Team-Verfolgung, der am Tag zuvor zum "Eisschnellläufer des Jahres" gewählt worden war, lieferte in 6:30,08 Minuten die beste Zeit. Zweiter wurde Tobias Schneider (Berlin/6:34,32), auf Platz drei lief Moritz Geisreiter (Inzell/6:41,34).

© SID

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