Eisschnelllauf National
Friesinger droht dem Verband

Anni Friesinger erwägt aus Ärger über die Strukturreform der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) einen Verzicht auf Teamrennen. Die Desg hat eine Trennung der Trainingsarbeit von Männern und Frauen beschlossen.

Olympiasiegerin Anni Friesinger setzt aus Ärger über die Strukturreform in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) den Verband mit einem angedrohten Verzicht auf die Teamrennen unter Druck. "Vielleicht werde ich meinen Start davon abhängig machen, inwieweit der Verband auf mich zukommt", sagte Friesinger dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Die Strukturreform sieht im Grundsatz eine Trennung der Trainingsarbeit von Männern und Frauen vor. "Von der Reform profitiert vor allem der Nachwuchs, was grundsätzlich natürlich in Ordnung ist. Aber man darf die Spitze nicht vergessen. Das, was die uns anbieten, ist einfach viel zu wenig", meinte die 29-Jährige.

Neue Trainingsgruppe in der Niederlande

Ihre neue Trainingsgruppe um den niederländischen Olympiasieger Gianni Romme müsse sie zum Großteil selbst finanzieren, angeblich steht am Saisonende eine sechsstellige Zahl. "Dabei ist es den Erfolgen der Spitzenläuferinnen zu verdanken, dass Sponsorengelder und andere Unterstützungen da sind und jeder Desg-Trainer seinen bezahlten Job hat", sagte Friesinger.

Da ihre wichtigsten Trainingspartner in Inzell nun vorrangig unter dem neuen Männercoach Bart Schouten in Berlin trainieren, blieb ihr nur der Wechsel in die Romme-Gruppe nach Holland: "Ich hätte nichts mehr gehabt in Inzell."

In der Teamverfolgung hatten Friesinger und Co. bei Olympia in Turin die einzige Goldmedaille für die deutschen Eisschnellläuferinnen gewonnen. Zudem ist das Desg-Frauenteam Weltrekordhalter und WM-Titelverteidiger.

© SID

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