Eisschnelllauf National
Sponsor trennt sich von Pechstein

Nach der Bestätigung ihrer Dopingsperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS hat Eisschnellläuferin Claudia Pechstein die DKB als Sponsor verloren.

Claudia Pechstein verliert nach der Bestätigung ihrer Dopingsperre durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS einen wichtigen Sponsor. Die Deutsche Kreditbank DKB wird ihre Zusammenarbeit mit der fünfmaligen Olympiasiegerin "vertragsgemäß sofort beenden". Dies bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens auf SID-Anfrage. Sie betonte, dass die Entscheidung unmittelbar mit dem CAS-Urteil zusammenhänge. Die DKB ist auch der größte Sponsor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg). Über mögliche Auswirkungen auf diese Kooperation wollte die Sprecherin keine Angaben machen.

Desg-Sportdirektor Günter Schumacher geht davon aus, dass das Sponsoring weiterläuft. "Wir stehen ständig mit der DKB in Verbindung. Wir führen eine gute, partnerschaftliche Verbindung. Ich gehe davon aus und bin davon überzeugt, dass dies in guten und in schlechten Zeiten gilt", sagte Schumacher dem SID. Der Vertrag zwischen DKB und Desg endet nach den Olympischen Spielen in Vancouver.

Ein anderer Privatsponsor Pechsteins, die Grabower Süsswaren Gmbh, steht weiter zur fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin. "Wir werden ihr weiter die Stange halten. Sie ist für uns nach wie vor eine große Sportpersönlichkeit, deren Schuld nicht bewiesen ist", sagte Pressesprecher Matthias Dickmann: "Ich hoffe, sie hat jetzt mehr Zeit für uns."

Auch der Claudia-Pechstein-Förderverein, der sich nach der Verhängung der Sperre durch den Eislauf-Weltverband ISU gegründet hatte, wird weiter Geld sammeln. "Der Verein wird natürlich aktiv bleiben. Wir werden uns mit Frau Pechstein in Verbindung setzen und sie weiterhin unterstützen. Schließlich sind einige Gelder eingegangen, die genutzt wurden, um zur Bezahlung von Anwälten und Gutachtern einen Beitrag leisten zu können. Bislang haben wir etwa 15 000 Euro gesammelt. Ich hoffe, es wird noch mehr, wenn wir beginnen, auch öffentlich um Gelder zu werben", sagte der Gründer des Vereins, der Berliner Frisör Oliver Strehl.

© SID

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