Eisschnelllauf Verband
Schouten und Eicher neue Eischnelllauf-Chefcoaches

Die neuen verantwortlichen Chef-Trainer im deutschen Eisschnelllauf sind der Niederländer Bart Schouten und Anni Friesingers Coach Markus Eicher. Schouten wird sich um die Männer, Eicher um den Damenbereich kümmern.

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (Desg) hat zwei neue Cheftrainer: Der 38-Jährige Niederländer Bart Schouten, der zuletzt das US-Nationalteam und Olympiasieger Chad Hedrick betreut hatte, wird sich künftig um die Herren kümmern. Dagegen ist Anni Friesingers Coach Markus Eicher für den Damenbereich verantwortlich.

"Für die gesamte strategische Ausrichtung sind aber beide gemeinsam verantwortlich", sagte Desg-Präsident Gerd Heinze. Schouten und Eicher treten die Nachfolge von Chef-Bundestrainer Helmut Kraus an, dessen Zukunft in der Desg noch offen ist.

Schouten: "Große Herausforderung"

"Für mich ist das eine große Herausforderung, weil ich glaube, dass Deutschland ein großes Potenzial hat, auch bei den Männern. Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, auch die deutschen Männer bis 2010 an die internationale Spitze zu führen", meinte Schouten, der Derek Parra 2002 in Salt Lake City und "Crazy Chad" Hedrick 2006 in Turin zu Olympiasiegen geführt hatte: "Ich will nicht alles über den Haufen werfen. Aber ein frischer Wind kann bestimmt nicht schaden."

Auch Eicher schaut den Aufgaben optimistisch entgegen. "Ich freue mich über die Herausforderung, die jetzt auf mich zukommt, bin mir aber der Schwere der Aufgabe bewusst." Die Wahl auf Schouten habe ihn etwas überrascht, "aber nicht negativ". Schouten sei von den bisherigen Klima in der Desg unberührt und in diesem Sinne ein neutraler Mann. Das werde ein großer Vorteil sein, meinte Eicher.

Der 52-Jährige hatte in Turin das deutsche Damen-Team um die Superstars Friesinger und Claudia Pechstein als verantwortlicher Chefcoach zum Olympiasieg geführt. Eine Einzel-Goldmedaille gemeinsam mit Friesinger verpasste er allerdings.

Künftig nur noch sechs Bundestrainer

Die weiteren Entscheidungen zur Trainerstruktur sollen in den kommenden zwei Wochen fallen. Die Rahmenbedingungen stehen schon fest. "Statt bisher drei Cheftrainer plus neun Bundestrainer werden wir künftig sechs Bundestrainer haben", sagte Desg-Sportdirektor Günter Schumacher. Eine Sonderlösung wurde für Joachim Franke, Coach von Claudia Pechstein, gefunden. Der 66-jährige Berliner wird auf Honorarbasis zunächst bis 2008 für die Desg tätig sein.

"Das ist eine gute Basis", meinte der erfolgreichste Kufen-Coach aller Zeiten. Alle Entscheidungen im Rahmen der Reform wurden eng mit dem Leistungssport-Ausschuss des künftigen Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) abgestimmt.

Die Zukunft von Kraus steht derweil noch in den Sternen, Enttäuschung wollte der abgesetzte Chef-Coach nicht zeigen: "Ich wünsche Markus und Bart alles Gute. Welchen Job ich in Zukunft übernehmen werde, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Es gibt noch viele interessante Aufgaben im deutschen Eisschnelllauf."

© SID

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