Eisschnelllauf Weltcup
Anni Friesinger siegt und siegt

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger hat in der noch jungen Saison im sechsten Weltcup-Rennen ihren sechsten Sieg eingefahren. In Moskau feierte die 29-Jährige über 1500m ihren insgesamt 42. Erfolg.

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Anni Friesinger hat ihre Frühform bestätigt und konnte ihre Erfolgsserie fortsetzen. Beim Weltcup in Moskau gewann die 29-Jährige in der Krylatskoye-Halle in Bahnrekordzeit von 1:56,40 Minuten das 1 500-m-Rennen und holte mit dem sechsten Sieg im sechsten Weltcup-Rennen der Saison ihren insgesamt 42. Erfolg. So eine Serie gelang bislang nur ihr selbst in der Saison 2001/2 002 sowie zuvor mehrfach Jahrhundert-Läuferin Gunda Niemann-Stirnemann (98 Weltcup-Siege).

In Moskau siegte Friesinger ohne ihren Trainer Gianni Romme, der in den Niederlanden bei seiner hochschwangeren Frau weilte, klar vor Christine Nesbitt (Kanada/1:58,04) und der Erfurterin Daniela Anschütz-Thoms (1:59,77), die am Samstag noch Platz zwei über 5000m belegt hatte. 5 000-m-Siegerin Claudia Pechstein wurde in 2:00,94 Minuten Sechste. Im Weltcup baute Friesinger, die den Bahnrekord um fast drei Sekunden unterbot, ihre Führung mit der Idealpunktzahl 300 aus.

"Wow, das war für mich ein super erster Saisonabschnitt. Hier noch eine Sekunde unter Bahnrekord, das war nicht unbedingt zu erwarten. Moskau ist ein gutes Pflaster, ich laufe gern hier", meinte Friesinger, die in Krylatskoye im vergangenen Jahr Mehrkampf-Weltmeisterin geworden war: "Jetzt freue ich mich aber erstmal auf ein paar eisfreie Wochen." Die Wahl-Salzburgerin, die inklusive ihrer vier Erfolge bei der DM in Erfurt ihr Konto sogar auch zehn Saisonsiege schraubte, fliegt zum Radtraining nach Lanzarote.

Friesinger wird erst Ende des Jahres bekannt geben, ob sie bei der Mehrkampf-EM in Klobenstein/Südtirol (12. bis 14. Januar) oder der Sprint-WM in Hamar (20.-21. Januar) an den Start gehen wird.

Neuer deutscher Rekord bei den Herren über 10.000m

Für einen Paukenschlag in der Krylatskoye-Halle sorgte auch Tobias Schneider: Der Berliner bescherte den deutschen Herren das beste Weltcup-Ergebnis seit fünf Jahren und stellte sensationell einen neuen deutschen 10 000-m-Rekord auf. Der 25-Jährige belegte hinter 1 500-m-Olympiasieger Enrico Fabris (Italien) den zweiten Platz und unterbot in 13:16,36 Minuten die knapp fünf Jahre alte deutsche Bestzeit des Chemnitzers Frank Dittrich (13:19,09) - gelaufen auf dem "Blitz-Eis" von Salt Lake City - um fast drei Sekunden. Seine persönliche Bestzeit drückte er gleich um 26 Sekunden.

Neben Schneider überzeugte derweil bei den Herren auch Stefan Heythausen. Der Grefrather belegte über 1500m den hervorragenden fünften Platz.

© SID

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