Eisschnelllauf Weltcup
Anschütz-Thoms mit Saisonpremiere auf dem Podium

Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms hat mit einem dritten Platz in Kolomna ihre Saisonpremiere im Einzelrennen auf dem Podium gefeiert. Der Niederländer Erben Wennemars siegte bei den Herren.

Zum ersten Mal in der laufenden Saison ist Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms bei einem Einzelrennen auf dem Podium gelandet. Knapp zwei Wochen nach ihrem Sieg mit Claudia Pechstein und Anni Friesinger im Team-Wettbewerb in Calgary belegte die Erfurterin beim dritten Weltcup im russischen Kolomna in 6:58,58 Minuten Platz drei hinter der überragenden Weltrekordlerin Martina Sablikova aus Tschechien (6:53,67) und Olympiasiegerin Clara Hughes aus Kanada (6:56,63).

Anschütz lief damit schneller als jemals zuvor in einem Weltcup-Rennen über die Langstrecke. Pechstein musste sich wie schon bei den 3 000-m-Weltcuprennen in Salt Lake City und Calgary mit Platz vier begnügen (6:59,96).

Sprint-Weltmeisterin Anni Friesinger greift erst am Sonntag über 1500m (ab 12.00 Uhr MEZ) ins Geschehen ein und hofft nach ihrem 1 000-m-Erfolg von Calgary auf ihren ersten Saison-Sieg auf der Mittelstrecke. Außerdem starten die Männer noch über 10.000m. 500-m-Weltrekordlerin Jenny Wolf hat ihren nächsten Einsatz erst am kommenden Wochenende im niederländischen Kufen-Mekka Herrenveen.

Wennemars dominiert die Herrenkonkurrenz

Bei den Männern hat der Niederländer Erben Wennemars seine Gesamtführung über die 1 500 Meter weiter ausgebaut. Der Weltrekordler sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg in 1:46,07 Minuten mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung vor Doppel-Olympiasieger Enrico Fabris (Italien) und dem Norweger Havard Bökko (1:46,12). Wennemars führt den Gesamt-Weltcup nach dem dritten von sieben Rennen mit 260 Punkten klar vor Fabris (170) und seinem Landmann Simon Kuipers (164) an.

Der Grefrather Stefan Heythausen wurde als bester Deutscher in 1:47,47 Minuten Elfter. Der Erfurter Robert Lehmann (1:48,60) belegte Platz 14. Der deutsche Meister und Rekordhalter Samuel Schwarz (Berlin/1:49,49) enttäuschte als 17. unter 20 Startern.

Der dritte Weltcup der Saison musste kurzfristig nach Kolomna verlegt werden, weil das Dach der Krylatskoje-Halle im 120 Kilometer entfernten Moskau einsturzgefährdet ist. Die im Mai 2006 eröffnete Halle in der 150 000-Einwohner-Stadt erlebt damit nicht nur ihre Weltcup-Premiere, sondern auch eine unverhoffte Generalprobe für die Europameisterschaften am 12. und 13. Januar.

© SID

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