Eisschnelllauf Weltcup
Deutsche Stars fiebern Weltcup-Auftakt entgegen

Erwartungsvoll gehen die deutschen Eisschnelllauf-Stars in das Auftaktwochenende des Weltcups. In Berlin glauben vor allem Jenny Wolf und Daniela Anschütz-Thoms an ihre Siegchance.

Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms starten den Angriff aufs Podest, Jenny Wolf fährt auf Sieg und Anni Friesinger fiebert an der Bande mit: Deutschlands Eisköniginnen blicken dem Auftakt des Eisschnelllauf-Weltcups von heute bis Sonntag in Berlin voller Erwartungen entgegen, nachdem die Generalprobe an gleicher Stelle vor einer Woche bei den deutschen Meisterschaften so verheißungsvoll verlief.

"Ich fühle mich gut und will wieder aufs Podium", sagte die 36-jährige Pechstein, die in der vergangenen Saison nach einer Serie von vierten Plätzen schon fast verzweifelte. Auf ihrer Hausbahn will die fünfmalige Olympiasiegerin vor allem über 3000m Gas geben. Die dienstälteste Läuferin der Weltspitze war auf dieser Strecke als erste Frau unter vier Minuten geblieben und wurde im Jahr 2002 in Salt Lake City Olympiasiegerin.

Pechstein über 3 000 m nur Außenseiterin

Dass es über 3 000 m wohl nicht zum Sieg reicht, weiß Pechstein nur zu gut. Gegen die erst 21 Jahre alte Martina Sablikova scheint auch in dieser Saison kein Kraut gewachsen. Erst Mitte Oktober verbesserte die Tschechin in Inzell über 3 000 m den zehn Jahre alten Bahnrekord von Pechstein auf4:06,55 Minuten. "Sie ist die Favoritin, aber für einen Platz dahinter rechne ich mir Chancen aus", sagt Pechstein.

In Abwesenheit der verletzten Weltrekordlerin Cindy Klassen (Kanada) will Daniela Anschütz-Thoms über 3 000 m ebenfalls unter die ersten Drei. "Sie ist in der Form ihres Lebens", sagt Bundestrainer Markus Eicher. Zum Saisonauftakt bei der DM in Berlin hatte die WM-Dritte aus Erfurt die nationale Konkurrenz über 1 000 und 1 500 m hinter sich gelassen.

Friesinger muss in Berlin noch zuschauen

Olympiasiegerin Friesinger hingegen muss wegen der Nachwirkungen einer Knie-Operation noch bis zum 21. Dezember pausieren. "Ich fiebere an der Bande mit. Das ist für mich sehr aufregend", sagte die 31-Jährige.

Auf Sieg läuft 500-m-Weltrekordlerin Jenny Wolf. Für die 29-jährige Berlinerin kommt es zum Duell mit ihrer großen Rivalin Wang Beixing aus China. "Ich denke, Jenny wird eine 37er Zeit laufen", sagt ihr Trainer Thomas Schubert. Bei der DM ließ Wolf mit 38,07 Sekunden nach oben noch Wünsche offen.

Die deutschen Männer wollen ihren zarten Aufschwung aus dem Vorjahr fortsetzen. "Für uns ist es wichtig, dass wir mit möglichst vielen Läufern in die A-Gruppe kommen und uns dort stabil zeigen", meinte Bundestrainer Bart Schouten. 500-m-Weltrekordler Jeremy Wotherspoon kündigte derweil an, bis auf Berlin keine Weltcups in Europa zu laufen. Der Weltmeister will sich auf der neuen Olympiabahn von Vancouver auf die WM im März 2009 vorbereiten.

Olympiasiegerin Wüst nach Regelverstoß nicht nominiert

Die Niederländerin Ireen Wüst wird in Berlin nicht über 3 000 m starten. Die Olympiasiegerin hatte bei den niederländischen Meisterschaften in Heerenveen eine neue Regel des Weltverbandes ISU missachtet und war über 3 000 m in der Kurve mit der Schlittschuhkufe über die Bahnmarkierung geraten. Sie wurde disqualifiziert und vom nationalen Verband nicht für den ersten Weltcup-Block über 3 000 m nominiert

© SID

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