Erik Zabel denkt noch nicht ans Aufhören
Ausgebremst und abgeschoben

Erst musste Radprofi Erik Zabel sein Aus für die Tour de France akzeptieren, dann verpasste er den Deutschen Meistertitel und muss jetzt in Österreich starten. Doch trotz der vielen Nackenschläge zeigt Zabel Größe.

FRANKFURT. Die Konzentration galt nur dem Nebenmann. Erik Zabel belauerte Robert Förster, und der Gerolstein-Profi ihn. Und dann freute sich der Dritte. Mit einem überraschenden Antritt zog Gerald Ciolek bei der Deutschen Meisterschaft an den Favoriten vorbei. Zabel ist Profi genug, um nur kurz öffentlich enttäuscht zu sein. Schon Minuten nach der bitteren Niederlage nannte er den Sieg des Youngsters "die Geburtsstunde eines großen Sprinters", den er "gerne unter meine Fittiche" nehmen möchte.

Routinier Zabel als Lehrmeister? Die sportliche Karriere neigt sich dem Ende entgegen. Sein Rennstall T-Mobile hatte schon vor dieser Niederlage entschieden, den fast 35 Jahre alten Sprinter nicht mit zur Tour de France zu nehmen. Als nachträgliche Rechtfertigung wollte Sportdirektor Mario Kummer Zabels dritten Platz nicht werten. Ohnehin sei es "keine Entscheidung gegen Erik, sondern für unser Ziel" gewesen. Und das ist eben nicht das Trikot des besten Sprinters, sondern das Gelbe, das Jan Ullrich mit bestmöglicher Unterstützung jagen soll.

Für Zabel war das Aus eine harte Entscheidung. Zwölf Etappen hat er bereits gewonnen, sechsmal das Grüne Trikot geholt - bis 2001. Die Zeit ist vorbei. In der vergangenen Saison musste der Unnaer akzeptieren, dass er nicht mehr der Beste ist. Den Schlussspurt entschieden andere für sich. Zabel - der ewige Zweite, hieß es schon.

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