Fechten WM
Schwacher Start für deutsche Fecht-Damen

Deutschlands Fechterinnen haben bei der WM im russischen St. Petersburg einen schwachen Start erwischt. Alle drei Säbel-Damen scheiterten in der ersten Runde der Direktausscheidung. Bei den Florett-Herren lief es besser.

Trotz der harten Vorbereitung hat der Deutsche Fechter-Bund (Dfeb) eine Enttäuschung beim Auftakt der Weltmeisterschaften im russischen St. Petersburg erlebt. Alle drei Säbel-Damen scheiterten am Samstag in der ersten Runde der Direktausscheidung.

"Wir wollten die schlechten Europameisterschaften vergessen machen. Fechterisch haben wir das geschafft, von den Ergebnissen aber nicht. Netto ist die ganze Arbeit der intensiven Vorbereitung futsch", sagte Bundestrainer Eero Lehmann. Der Sieg ging vor rund 2 500 Zuschauern an die Russin Jelena Netschajewa, die im Finale 15:12 gegen die Chinesin Tan Xue gewann. Bronze teilten sich Gioia Marzocca (Italien) und Bogna Joziak (Polen).

Lange vor dem Titelgewinn der Russin hatte Lehmann die drei Niederlagen von Alexandra Bujdoso (Koblenz/Platz 39), Sibylle Klemm (Eislingen/51) und Stefanie Kubissa (Dormagen/41) gesehen. Bujdoso unterlag der Russin Swetlana Kormilizyna 13:15, Klemm schied nach einem 12:15 gegen die Chinesin Zhao Yuanyuan frühzeitig aus, Kubissa verlor 14:15 gegen Irena Wieckowska (Polen). Doreen Häntzsch aus Tauberbischofsheim hatte ihren Start in der Einzelkonkurrenz wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel zudem absagen müssen.

Noch Chancen beim Mannschafts-Wettbewerb

Dem deutschen Quartett bleibt nun noch der Mannschafts-Wettbewerb am kommenden Freitag. Bis dahin sieht der Bundestrainer gute Chancen, Häntzsch wieder fit zu bekommen. Vor allem im Hinblick auf die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking braucht es einen überzeugenderen Auftritt, um nicht vorzeitig die ohnehin geringen Chancen zu verspielen. "Wenn es über die Mannschaft nicht klappt, muss es irgendwie über die verbleibenden Einzel gelingen", sagte Lehmann.

Nach der WM stehen für die deutschen Säbel-Damen noch sieben Weltcups auf dem Programm, darunter drei für die Weltrangliste wichtige Grand Prix. Doch gerade für Bujdoso, die im vergangenen Jahr bei der WM noch ins Viertelfinale eingezogen war, bedeutet das schlechte Abschneiden in St. Petersburg voraussichtlich ein deutliches Abrutschen in der Weltrangliste. "Eine muss zu den Spielen, egal wie", sagt Lehmann.

Florett-Herren sind optimistisch

Dass die Ernüchterung aus den Einzeln Auswirkungen auf den Team-Wettbewerb am Freitag haben wird, glaubt der Trainer jedoch nicht: "Die intensive Vorbereitung muss Motivation genug für die Mannschaft sein."

Optimistischer können dagegen die Florett-Herren nach vorn blicken. Bereits am Vormittag hatte das deutsche Duo Christian Schlechtweg (Berlin) und Dominik Behr (Tauberbischofsheim) souverän die Direktausscheidung der letzten 64 erreicht. Damit kämpfen alle vier am Sonntag um Medaillen und die Olympia-Qualifikation.

Doppelweltmeister Peter Joppich (Koblenz) und der EM-Zweite Benjamin Kleibrink (Bonn) sind als Weltranglisten-Vierter und -Zweiter automatisch für die Direktausscheidung qualifiziert. Beide zählen zum Favoritenkreis bei der WM.

© SID

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