Fünfter Sieg gegen Neuseeland
Alinghi verteidigt den Cup im Foto-Finish

Das Fotofinish hatte an den Nerven gezerrt, doch dann ballte Teameigner Ernesto Bertarelli die Fäuste und Sportdirektor Jochen Schümann strahlte über das ganze Gesicht. Die sonst so nüchternen Segler freuten sich wie kleine Jungs auf ihrer Hightech-Yacht, die kurzerhand zum Partyboot umfunktioniert wurde.

HB VALENCIA. Nachdem das Segel-Syndikat Alinghi seinen Titel beim America's Cup in Valencia in dramatischer Manier erfolgreich verteidigt hatte, gab es im Lager der Schweizer kein Halten mehr. Die Hightech-Yacht wurde kurzerhand zum Partyboot umfunktioniert.

Als die schwarz-rote SUI 100 am Dienstag im packenden Fotofinish die Ziellinie eine einzige Sekunde vor Herausforderer Team New Zealand überquerte, entlud sich die seit Tagen kaum mehr erträgliche Spannung rund um den Hafen von Valencia mit gewaltigen Jubelschreien an Bord und an Land. Unter Feuerwerk und Champagnerfontänen freuten sich zehntausende Segel-Fans mit den Eidgenossen und deren deutschem Sportdirektor - im Lager der rund 3000 mitgereisten Neuseeländer flossen Tränen.

"Es ist fantastisch, dass der Cup nun in Europa bleibt", jubelte Alinghis Sportdirektor Schümann, der vor vier Jahren die berühmte Silberkanne nach Europa zurückgeholt hatte. Der 53 Jahre alte dreimalige Olympiasieger hatte zwar seinen Traum von der Position als Steuermann im Verlauf der zweiten Alinghi-Kampagne aufgeben müssen, doch im Hintergrund maßgeblich zum Erfolg der Mannschaft beigetragen. "Ich habe viel für das große Ziel gegeben. Das war und ist meine Rolle. Da muss man auch am eigenen Ego feilen. Doch wenn das Team am Ende gewinnt, stimmt alles."

Das siebte Duell der Giganten machte seinem Namen alle Ehre. Nachdem die NZL 92 mit leichten Vorteilen gestartet war, erreichte die SUI 100 in frischen Winden um 16 Knoten die erste Wendemarke mit sieben Sekunden Vorsprung. Doch Team New Zealands Skipper Dean Barker und seine Crew schlugen zurück und erreichten die zweite Wendemarke 14 Sekunden vor den Schweizern. Im anschließenden Kopf-an-Kopf-Rennen kam es vor Rundung der dritten Marke beinahe zur Kollision. Alinghi musste ausweichen. Neuseeland wurde von den Schiedsrichtern für die Verletzung der Vorfahrtsregeln mit der Rennentscheidenden Strafe belegt.

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