Gewichtheben Doping
IWF behält harte Anti-Doping-Linie bei

Der Gewichtheber-Weltverband IWF hat kurz vor WM-Beginn die Doping-Sperren gegen vier Nationen bestätigt. Russland, Iran, Kasachstan und Argentinien werden für ein Jahr von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen.

Zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Santo Domingo hat der Gewichtheber-Weltverband IWF seine harte Linie gegen Doping bekräftigt und die Sperren gegen vier Nationen bestätigt. Russland, Iran, Kasachstan und Argentinien werden laut einer Entscheidung der IWF-Exekutive für ein Jahr von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen, nachdem pro Nation drei oder mehr Dopingsünder überführt worden waren.

Damit ist auch klar, dass Irans Superstar Hossein Rezazadeh entgegen anderslautender Aussagen in der Karibik nicht auf die Heberbühne treten darf. Der Olympiasieger von 2000 und 2004 war nur einer von zwei Hebern, die im Test der 11-köpfigen Auswahl ihres Landes kurz vor der WM ein negatives Ergebnis aufwiesen.

Die insgesamt 1 233 IWF-Tests in diesem Jahr ergaben bisher 53 positive Proben, davon 37 bei den Männern. Auch die neue Analysemethoden des Kölner Anti-Doping-Labors - dort lässt die IWF hauptsächlich prüfen - hätten zu der erhöhten Anzahl positiver Proben geführt, heißt es in einer Erklärung des Weltverbandes. Die betroffenen Länder würden nun mit regelmäßigen Tests auf eigene Kosten zusätzlich kontrolliert. Außerdem müssen sie ein "Doping-Verhinderungs-Programm" auflegen.

Bvdg unterstützt Kampf gegen Doping

"Endlich wird die Doping-Fahndung im internationalen Gewichtheben systematisch betrieben", meinte Claus Umbach, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (Bvdg), angesichts der neuen Kontrollerfolge: "Wir sehen die IWF mit den drastisch erweiterten Kontrollen auf dem richtigen Weg und unterstützen mit ganzer Kraft den Kampf gegen das Doping."

Die IWF-Exekutive bekräftigte zudem, dass bei den Olympischen Spielen 2004 überführte Dopingsünder nicht bei den Sommerspielen 2008 in Peking an den Start gehen dürfen. Ihre Ergebnisse bei den internationalen Qualifikationswettbewerben würden den Ländern auch nicht angerechnet werden. Die WM in der Karibik gilt zugleich als erste Olympia-Qualifikation.

© SID

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