Golf International
Kaymer: Nur noch 18 Löcher zum Triumph

Der Titel "Europas Nummer 1" ist Martin Kaymer kaum noch zu nehmen. Bei der Dubai World Championship liegt der Mettmanner nach drei Runden mit 210 Schlägen auf Platz elf.

Nur noch 18 Löcher zum Triumph: Beim Millionenspiel von Dubai kommt es am Sonntag zu einem packenden Showdown, und der deutsche Golfstar Martin Kaymer steht dabei ganz dicht vor seinem nächsten großen Coup. Der 25-Jährige aus Mettmann spielte am Samstag bei der Dubai World Championship, dem Finale der Europa-Tour, nach einer Berg- und Talfahrt nur eine "enttäuschende" 73er Runde, belegte mit 210 Schlägen aber immerhin noch den elften Platz.

Damit dürfte der Ryder-Cup-Gewinner und viermalige Saisonsieger das Turnier wohl nicht mehr gewinnen, er kann auf dem Weg zum Titel "Europas Nummer 1" aber nur noch durch eine Verletzung gestoppt werden. Sein Rivale in der europäischen Geldrangliste, der Nordire Graeme Mcdowell, konnte mit einer 69 und insgesamt 214 Schlägen als 30. nicht den entscheidenden Schritt nach vorne machen. Der Triumph würde US-PGA-Champion Kaymer mit einem Scheck über 1,5 Mill. Dollar aus dem Bonus-Pool versüßt.



Mcdowell hilft nur ein Sieg

US-Open-Champion Mcdowell müsste das mit 7,5 Mill. Dollar dotierte Turnier gewinnen, um Kaymer Platz eins im abschließenden Ranking noch streitig zu machen. Dies ist angesichts von zehn Schlägen Rückstand auf den führenden Engländer Ian Poulter (206) nicht mehr machbar. Hinter Poulter folgte mit 205 Schlägen das Trio mit dem Thailänder Thongchai Jaidee sowie den Ryder-Cup-Siegern Ross Fisher (England) und Francesco Molinari (Italien).

Die Runde des Tages glückte dem jungen Nordiren Rory Mcilroy, der sich bei äußerst schwierigen Fahnenpositionen auf den Grüns mit einer 66 und insgesamt 209 Schlägen auf den neunten Platz gemeinsam mit British-Open-Sieger Louis Oosthuizen (Südafrika) vorschob.

"Ich gehe schon davon aus, dass ich den Titel am Sonntag gewinne, aber ich bin heute trotzdem etwas enttäuscht", sagte Kaymer, der auf dem schweren Earth Course am Samstag seine wohl letzte Siegchance mit einem Doppel-Bogey am Schlussloch einbüßte. Nach einem Wechselbad der Gefühle auf den ersten neun Löchern mit drei Bogey-Birdie-Kombinationen hatte sich Kaymer mit Schlaggewinnen an den Löchern elf, zehn und zwölf zwischenzeitlich sogar an die Spitze des Feldes gesetzt. Doch zwei direkt darauf folgende Bogeys sowie das fatale Schlussloch machten alle seine Hoffnungen zunichte.



Kaymer ärgert sich

"Ich wollte hier mein bestes Golf zeigen und das Turnier gewinnen. Deshalb ärgere ich mich sehr. Aber am Sonntag greife ich noch einmal voll an, ich habe ja nichts mehr zu verlieren", sagte Martin Kaymer.

Sein Angriff auf den Golf-Thron schlug dagegen wohl fehl. Der Engländer Lee Westwood spielte am Samstag eine 71, hat aber inzwischen drei Schläge Vorsprung auf Kaymer. Der Rheinländer müsste das Turnier gewinnen, gleichzeitig dürfte Titelverteidiger Westwood in Dubai maximal Dritter werden. Dann wäre Kaymer als erster Deutscher seit Bernhard Langer (1986) Weltranglistenerster.

© SID

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