Golf PGA
Langer verpasst beim US Masters den Cut

Bernhard Langer hat beim US Masters der Profigolfer in Augusta den Cut verpasst. Die Führung nach der zweiten Runde übernahm der US-Amerikaner Chad Campbell mit drei Schlägen Vorsprung auf ein Trio um Vijay Singh.

Frühes Aus für Bernhard Langer: Beim US Masters in Augusta verpasste der deutsche Vorzeigegolfer nach seinem Premierenauftritt 1982 und 2003 zum dritten Mal den Cut. Nach einer 79er-Auftaktrunde spielte der Champion von 1985 und 1993 nur eine 74 auf dem Par-72-Kurs und fand sich mit insgesamt 153 zur Halbzeit nur auf dem 69. Platz wieder.

Chad Campbell in Führung

An der Spitze rüttelt derweil Amerikas bester Nachwuchsgolfer am Thron der Etablierten. Chad Campbell (138 Schläge) ging mit drei Schlägen Vorsprung auf die dritte Runde des prestigeträchtigsten Turnieres der Welt und genoss damit ein komfortables Polster auf seine Landsleute Rocco Mediate und Fred Couples sowie den nach dem ersten Tag führenden Vijay Singh (Fidschi). Titelverteidiger Tiger Woods (USA/143) hielt auf dem geteilten zehnten Platz noch Tuchfühlung zur Spitze.

Die Sports Illustrated hatte es schon zu Beginn des neuen Milleniums gewusst. Campbell sei jener Golfer, der im kommenden Jahrzehnt am ehesten ein Major-Turnier gewinnen würde, spekulierte das US-Magazin und reihte sich damit in die Gruppe der Golfpublikationen ein, die den Texaner zum "Next Big Thing" erklärten. Dass der Durchbruch des 31 Jahre alten Campbells bis zu seiner vierten Masters-Teilnahme auf sich warten ließ, konnte der Hauptdarsteller verschmerzen: "In den ersten zwei Jahren war ich übernervös und scheiterte am Cut, letztes Jahr lief es mit Rang 17 besser. In dieser Woche gehe ich einfach nur raus und versuche Spaß zu haben."

Die Arrivierten hofften derweil auf die Masters-Tradition, dass sich der Spaßfaktor der "jungen Wilden" in der emotional brutalen Endphase des Turniers in Grenzen hält. "Wenn er so spielt wie am Freitag, hat er nichts zu befürchten. Aber am Samstag und Sonntag scheinen die Putts speziell für jüngere Spieler oft noch schwieriger als sie eh schon sind", prophezeite Ex-Champion Phil Mickelson, mit vier Schlägen Rückstand auf Rang fünf ebenfalls noch gut im Rennen.

Andere mussten dem in diesem Jahr erneut erschwerten Kurs und den teilweise böigen Winden Tribut zollen. David Duval benötigte am fünften Loch zehn Schläge, John Daly (beide USA) am relativ einfach spielbaren 15. "Azaleen-Loch" immerhin neun - beide scheiterten schließlich am Cut.

Auch den zum Auftakt noch souveränen Singh hätte es beinahe erwischt. Doch der Südsee-Insulaner rettete trotz drei Double-Bogeys mit einem Endspurt noch genauso eine respektable Ausgangsposition wie Tiger Woods ("Ich bin da, wo ich mich haben will."). Für Woods ist der führende Campbell im übrigen kein Unbekannter. Noch im Februar unterlag Woods seinem Landsmann bei den im K.o.-System ausgespielten World Match Play Championships.

Langer: "Auftakrunde war einfach nur schlecht"

Bernhard Langer war zu dieser Zeit bereits auf dem Weg nach Hilton Head, wo er ab Donnerstag beim mit 5,3 Mill. Dollar dotierten Verizon Heritage abschlagen wird. Viel Positives wollte der Anhausener nicht von seinem 24. Masters mitnehmen. "Meine Auftakrunde war einfach nur schlecht. Am Freitag lief es mit 74 Schlägen besser. Hätte ich am dritten und 12. Loch nicht die falschen Schläger benutzt, wäre zumindest der Cut in Reichweite gewesen", sagte Langer.

© SID

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