Golf PGA
Schwächelnder Woods verteidigt die Führung

Golf-Superstar Tiger Woods hat bei den British Open die Führung nach der dritten Runde verteidigt. Mit 203 Schlägen hat der US-Amerikaner einen Schlag Vorsprung auf Ernie Els, Sergio Garcia und Chris Dimarco.

Tiger Woods greift bei den British Open der Golfprofis trotz einer schwächeren dritten Runde nach der Titelverteidigung. Der Superstar, der auch schon 2000 das älteste Golfturnier der Welt auf dem Küstenkurs des Royal Liverpool Golfclub im englischen Hoylake gewann, legte am Samstag eine 71er Runde hin und hielt die Konkurrenz damit nur mit Mühe in Schach. Mit insgesamt 203 Schlägen und 13 unter Par hat die Nummer eins der Weltrangliste einen Schlag Vorsprung auf ein Verfolgertrio mit dem Spanier Sergio Garcia, Ernie Els aus Südafrika und Chris Dimarco (USA). "Ich habe die Bälle heute gut getroffen, aber den ein oder anderen Schlag zuviel gespielt. An der Spitze tummelt sich jetzt ein Pulk guter Spieler, wir werden sehen, was passiert", erklärte Woods.

Garcia mit Traumstart

Auf dem Par-72-Kurs des Royal Liverpool Golfclub in Hoylake zeigte Woods bei milden Temperaturen und beinahe völliger Windstille zunächst Nerven. Bereits am zweiten Loch verspielte der Tiger seinen Schlag Vorsprung, als er mit dem Drive den Bunker traf und sich ein frühes Bogey leistete. Zudem musste Woods mitansehen, wie sich sein Rivale Garcia in einen Rausch spielte. Der 26-Jährige begeisterte tausende Zuschauer auf dem englischen Küstenkurs mit Traumgolf und spektakulären Schlägen in Serie, darunter auch ein Eagle am zweiten Loch. Für die ersten neun Löcher benötigte Garcia nur sensationelle 29 Schläge.

"Dann habe ich leider nachgelassen. Auf den Grüns gab es schon einige braune Stellen. Dennoch will ich jetzt den ganz großen Wurf schaffen", sagte Garcia, der in seiner Karriere noch keines der vier Major-Turniere gewonnen hat. Tiger Woods, dessen großartige Vita bereits zehn Major-Siege aufweist, konnte am Samstag nicht an die überragende Vorstellung des Vortages anknüpfen. Mit solidem Spiel und präzisen Putts rettete er auf den zweiten neun Löchern seinen Vorsprung und steht nun vor seinem vierten Turniersieg in diesem Jahr.

Langer bereits ausgeschieden

Für den deutschen Golfstar Bernhard Langer dagegen war das traditionsreiche Turnier bereits am Freitagabend beendet. Nach zwei 74er-Runden und insgesamt 148 Schlägen scheiterte der zweimalige Sieger der US Open als geteilter 117. um fünf Schläge deutlich am Cut. Im Vorjahr hatte der 48-Jährige aus dem schwäbischen Anhausen, der als einziger deutscher Profi unter den 156 Spielern an den Start gegangen war, noch den fünften Platz belegt.

Dabei befand sich Langer aber in prominenter Gesellschaft. Auch der Weltranglistenzweite Vijay Singh von den Fidschi-Inseln und der dreimalige Sieger Nick Faldo (England) mussten vorzeitig die Segel streichen.

Der Schlag des Tages gelang am Samstag John Senden. Auf dem 198 Yards langen 13. Loch schlug der Australier mit einem Eisen sechs das zweite Hole-in-One des Turniers. "Das werde ich nie vergessen, unglaublich", erklärte Senden überwältigt.

© SID

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