Golf Ryder-Cup
Europa eilt USA bei Ryder-Cup weiter davon

Das Team Europa hat den Vorsprung auf die USA am zweiten Tag des 36. Ryder Cups im irischen Straffan auf 10:6 ausgebaut. Vor den abschließenden Runden am Sonntag fehlen dem Titelverteidiger so nur noch vier Punkte.

Beim 36. Ryder Cup im "K Club" im irischen Straffan läuft nach dem zweiten Tag alles auf eine Titelverteidigung des europäischen Teams hinaus. Bei dem traditionellen Kontinentalvergleich gegen das US-Team um den erneut nicht überzeugenden Superstar Tiger Woods baute der Titelverteidiger bei einem Gesamtstand von 10:6 seine Führung am Samstag auf vier Punkte aus. Damit benötigt die Mannschaft von Kapitän Ian Woosnam (Wales) am Sonntag in den abschließenden zwölf Einzeln nur noch vier Zähler.

Die US-Amerikaner müssen dagegen auf 14,5 Punkte kommen, um den begehrten Cup mit über den Atlantik nehmen zu dürfen. Vor zwei Jahren in Bloomfield Hills/Michigan hatte Europa unter seinem deutschen Kapitän Bernhard Langer mit 18,5:9,5 einen Rekordsieg erzielt.

Woods und Mickelson enttäuschen

Unter verkehrten Vorzeichen liefen die Begegnungen am Samstagvormittag im teilweise strömenden Regen ab. Während bei den Europäern die Routiniers überzeugten, gingen im US-Team die Topstars förmlich unter. So kassierte Tiger Woods mit seinem Partner Jim Furyk, der Nummer drei der Welt, mit einem drei und zwei gegen die Wildcard-Spieler Darren Clarke und Lee Westwood (Nordirland/England) beim dritten Auftritt die zweite Niederlage.

Der 30 Jahre alte Kalifornier setzte damit die Serie seiner schwachen Auftritte im Ryder Cup fort. Er war mit nur sieben Siegen aus 20 Partien angereist. Am Nachmittag jedoch konnten Woods/Furyk mit einem drei und zwei gegen die Iren Paul Mcginley und Padraig Harrington ihre Straffan-Bilanz zumindest ausgleichen.

Noch klarer als Woods blieb der zweimalige US-Masters-Champion Phil Mickelson mit nur einem halben Punkt aus vier Partien hinter den Erwartungen zurück. Gemeinsam mit Chris Dimarco verlor der Weltranglistendritte zunächst gegen die starken Spanier Jose Maria Olazabal und Sergio Garcia drei und zwei und war dann mit David Toms auch gegen den Engländer Luke Donald und Garcia (2 und 1) chancenlos.

Spanier Garcia in Topform

Garcia ging als erfolgreichster Spieler in die Schlusseinzel. Der 26-Jährige, der noch nie ein Major-Turnier gewann, holte die maximale Ausbeute von vier Punkten und untermauerte seinen Ruf als exzellenter Matchplay-Mann. Sein Landsmann Olazabal schwärmte: "Es ist eine große Freude, mit ihm zu spielen. Er liebt die Atmosphäre, den Wettbewerb. Das macht ihn besonders."

Einen starken Eindruck hinterließen am Vormittag die beiden US-Neulinge J.J. Henry und Zach Johnson. Henry trotzte mit Stewart Cink der Paarung Paul Casey/Robert (England/Schweden) wie am Vortag ein Remis ab, Johnson setzte sich mit Scott Verplank gegen Harrington und den Schweden Henrik Stenson mit zwei und 1 durch.

Zach Johnson wurde am Nachmittag aber wieder von seiner Wolke geholt. Mit Stewart Cink ging er gegen die Engländer David Howell und Paul Casey mit fünf und vier unter. Dabei gelang Casey der Schlag des Tages. Mit einem Eisen vier schlug der 29-Jährige am knapp 195 Meter langen Loch 14 ein Ass und beendete damit gleichzeitig das Match. "Es ist unglaublich. Das war mein erstes Hole-in-one in einem Profi-Turnier", sagte Casey. Es war das fünfte Ass in der Geschichte des Ryder Cups, alle von Europäern erzielt.

© SID

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