Golfkolumne
Tipps fürs Turnier

Robert Baker ist als Swing Doctor berühmt. Fünf der von ihm trainierten Profis - zuletzt Ernie Els - wurden Nr. 1 der Weltrangliste. Und er hat Klienten wie Sylvester Stallone und Bill Clinton. Zusammen mit seinem Partner Grant Hepburn hat er Logical Golf erfunden, eine Methode, die Golf einfach zu machen versucht. Exklusiv für golfaffairs gibt Baker Ratschläge für ein erfolgreicheres Spiel.

In meiner langen Zeit als Trainer konnte ich viele Spieler bei Turnieren beobachten. Logical Golf trainiert sowohl Profis (während der US PGA Tour und der European Tour) als auch eine große Zahl von Amateuren auf der ganzen Welt.Während die Professionals in ihrer Turniervorbereitung sehr erfahren sind - das ist schließlich ihr Job -, können Amateure noch viel von ihnen lernen.

Sehr wichtig ist es, den Platz wirklich gut zu kennen. Profis reisen bereits Tage vorher an, um ein Gefühl für den Platz zu bekommen. Amateure sollten auf einem Platz, der ihnen nicht vertraut ist,wenigstens eine Proberunde spielen.

Dabei lernen sie, wo die Fairway-Bunker liegen. Bei Bunkern, die weit vom Grün entfernt sind, spielt man am Besten zuerst einen sicheren, kürzeren Schlag mit einem Holz 3 und einen längeren Schlag aufs Grün nach. Es ist viel einfacher, ein 5er- Eisen vom Fairway zu spielen als ein 7er- Eisen aus dem Bunker.

Bei der Proberunde sollte man auch die Schwierigkeiten rund um die Grüns beachten. Das ist für jeden wichtig, kann aber vor allem Spielern mit hohen Handicaps helfen.Wenn vor den Grüns Wasser oder Bunker sind, ist es sinnvoll, einen zusätzlichen Schlag zu spielen. Es ist leichter, weiter vom Grün entfernt zu stehen, als nah dran und ein Hindernis überwinden zu müssen. Die meisten Grüns haben ihre schwierigen Stellen entweder im vorderen oder im hinteren Teil, aber nie vorne und hinten gleichzeitig. Wählen Sie einen Schläger, mit dem Sie die gewünschte Distanz erreichen können. Ich trainierte mit Ernie Els, als er die Nr. 1 der Weltrangliste war. Grant und ich begleiteten Ernie oft auf seinen Trainingsrunden. Er achtete dabei immer auf die möglichen Fahnenpositionen. Oft werden die Fahnen in der Nähe von Bunkern oder an den Seiten der Grüns positioniert, wo es Steilhänge oder Wasser gibt. Sogar herausragende Eisen-Spieler wie Ernie wären sehr vorsichtig damit, von dort die Fahne zu attackieren. Die beste Option wäre es, auf die Mitte des Grüns zu zielen und zwei Putts einzuplanen.

Der große Jack Nicklaus, mit dem wir oft zusammen sein durften, schwor auf "playing the percentages". Er spielte nach der Devise: Lieber einen Schlag spielen, den man sicher treffen kann, als den Schlag, der einen zum Helden machen könnte. Bei einem Par 5 zum Beispiel, wenn ein zweiter Schlag auf das Grün einen sehr langen und riskanten Flug erfordern würde, macht es mehr Sinn, den Ball abzulegen und den dritten Schlag mit einem Wedge aufs Green zu schlagen. Das schlechteste Ergebnis, das man dabei erzielen könnte, wäre ein Par. Top-Spieler wissen, dass manche Löcher für einen Birdie gut sind und bei anderen ein Par gut genug ist.Machen Sie sich einen Plan. Spielen Sie Ihre Stärken aus und vermeiden Sie unnötige Risiken. Das ist kein defensives, sondern cleveres Golf. Und halten Sie sich an Ihren Plan. Lassen Sie sich nicht von Ihrer Nervosität dazu verleiten, davon abzurücken. Es würden sich Zweifel einschleichen und die würden zu einem schlechten Schlag führen.

Stellen Sie sich vor dem Aufwärmen mental auf die Runde ein. Machen Sie ein paar Probeschläge auf der Range und versuchen Sie ein Gefühl für Ihren Schlag zu entwickeln. An einigen Tagen wird dieses Gefühl zu einem Rhythmus. Andere Tage werden Ihnen das Gefühl geben, es sei besser, den Schläger ganz schnell wieder wegzustecken. Selbst Weltklassespieler haben von Tag zu Tag ein unterschiedlich gutes Gefühl. Das macht Golf so kniffelig.

Können Sie keine Bälle schlagen, sollten Sie zumindest zur Probe putten. Spielen Sie ein paar lange Putts, so dass Sie die Geschwindigkeit des Grüns einschätzen können. Die meisten 3er-Putts werden durch falsches Einschätzen der Entfernung verursacht. Nachdem Sie lange Bälle geschlagen und ein Gefühl dafür bekommen haben, richten Sie Ihren Fokus auf das Schlagen von kurzen Bällen. Beenden Sie Ihre Übungen, indem Sie zwei oder drei kurze Abschläge machen. Das ist gut für Ihr Selbstvertrauen.

Und denken Sie in Zeiten des Zweifels wie Jack Nicklaus: Schlagen Sie den Percentage Shot. Es war gut genug für ihn und es wird gut genug für Sie sein.

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