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Gonzalez holt Gesamtsieg - Ullrich Dritter

Der Spanier Aitor Gonzalez vom Rennstall Euskatel hat die 69. Auflage der Tour de Suisse gewonnen. Gonzalez siegte auf der Königsetappe und beerbt T-Mobile-Profi Jan Ullrich, der die Titelverteidigung verpasste.

Jan Ullrich hat den Gesamtsieg und eine mögliche Titelverteidigung bei der 69. Auflage der Tour de Suisse verpasst. Der T-Mobile-Kapitän landete im Schlussklassement mit 1:36 Minuten Rückstand auf dem dritten Rang und musste den Gesamtsieg der 69. Auflage der Schweiz-Rundfahrt dem Spanier Aitor Gonzalez vom Team Euskatel überlassen.

Der Euskatel-Profi gewann nach 100,4km mit Start und Ziel in Ulrichen im Alleingang nach 3:03:52 Stunden mit 46 Sekunden Vorsprung vor dem Luxemburger Frank Schleck. Im Gelben Trikot kam der Australier Michael Rogers zeitgleich mit Schleck als Vierter an. Damit büßte er die Führung im Gesamtklassement noch ein. Ullrich erreichte mit 1:45 Minuten Rückstand das Ziel.

In der Gesamtwertung siegte Gonzalez mit 22 Sekunden Vorsprung vor Rogers und 1:36 Minuten vor Ullrich. Auch 1997, als Ullrich die Tour de France als erster Deutscher gewann, hatte er zuvor die Tour de Suisse auf dem dritten Platz beendet. "Jan Ullrich und Giuseppe Guerini haben bei der Tour eine gute Leistung gezeigt. Immerhin stand Jan wieder auf dem Podest. Aber es war zu sehen, dass noch einiges zu tun ist", sagte T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer.

Ulrich gegen Gonzalez-Schlussoffensive machtlos

Bei der Schlussoffensive von Gonzalez am 243m hohen Furka-Pass als letztem von drei Bergpreisen der höchsten Kategorie musste Ullrich abreißen lassen und verlor fast zwei Minuten auf den Vuelta-Sieger von 2002. Auch Rogers musste er ziehen lassen. Der Quickstep-Profi war im Gelben Trikot mit 20 Sekunden Vorsprung vor Ullrich angetreten.

Bei der Berg- und Talfahrt der neunten Etappe am Sonntag hatten zahlreiche Profis angesichts der Fahrt über die Alpen-Giganten von Beginn an auf einen Start verzichtet. Etliche Aufgaben gab es beim ersten Aufstieg mit bis zu 14,6 Prozent Steigung zum Nufenen-Pass, dem mit 2478m hohen "Dach der Tour". Bis dahin war Rogers an Ullrichs Hinterrad geblieben, einzelne Fluchtgruppen mit den "Gerolsteinern" Ronny Scholz (Herrenberg) und Sven Montgomery (Schweiz) kamen nicht entscheidend weg.

Nach der Nufenen-Abfahrt fiel das Feld bei der Kletter-Partie von bis zu 17 Prozent Steigung über die Kopfsteinpflaster-Passagen hinauf zum 2 109 m hohen Gotthard-Pass weiter auseinander. Den Gipfel erreichte der Schweizer Beat Zberg vom Team Gerolsteiner mit dem spanischen Bergfahrer Luis Perez (Cofidis), während Ullrich und Co hinter einer Verfolgergruppe mit dem Berliner Jens Voigt (CSC) 1:30 Minuten Rückstand hatten. Beim letzten Aufstieg war dann Gonzalez nicht mehr zu halten.

Wegmann verpasst zweiten Saisonerfolg

Dabei hatte Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner seinen zweiten Saisonerfolg knapp verpasst. Der Freiburger fuhr 19 Sekunden hinter Llastras und dessen Landsmann Carlos Barredo (Liberty Seguros) auf den dritten Platz. Der gebürtige Westfale gehörte einer 13-köpfigen Fluchtgruppe an, die lange Zeit mit bis zu sieben Minuten Vorsprung vor den Verfolgern an der Spitze gefahren und schließlich am Schlussanstieg auseinander gefallen war.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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