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Halbfinale statt Abschied ins Privatleben

Noch vor zwölf Monaten schien für Lindsay Davenport und Venus Williams die Teilnahme am Wimbledon-Turnier 2005 mehr als fraglich. Heute kämpfen beide auf dem Centre Court um den Einzug ins Endspiel.

In den Frauen-Halbfinalspielen der 119. All England Championships in Wimbledon kommt es heute zum Treffen der Topgesetzten. In Lindsay Davenport, Maria Scharapowa und Amelie Mauresmo haben die Nummern eins bis drei die Vorschlussrunde erreicht, einzig die "nur" an Nummer 14 eingestufte Venus Williams passt nicht ganz in das Bild.

Davenports unerwartete Rückkehr

Den Auftakt auf dem Centre Court machen dabei die topgesetzte US-Amerikanerin Davenport und die Französin Mauresmo. Dabei hatte Davenport, die 1999 zum ersten und einzigen Mal an der Church Road im Finale gegen Steffi Graf triumphierte, eigentlich das Kapitel Wimbledon schon abgehakt. "Es würde mich sehr überraschen, wenn ich im kommenden Jahr noch einmal hier aufschlage", sagte Davenport nach ihrer Halbfinalniederlage 2004 gegen die spätere Siegerin Maria Scharapowa.

Die Überraschung ist der 29-Jährigen gelungen. Statt wie angekündigt und allgemein erwartet die Familienplanung voranzutreiben, übernahm sie Ende Oktober 2004 nach 144 Wochen wieder die Spitze der Weltrangliste und wird sie auch nach Wimbledon nicht wieder abgeben. Egal, wer am Ende gewinnt.

Williams: "Ich kann jede Spielerin schlagen"

Ähnlich erging es zuletzt Venus Williams, der Siegerin von 2000 und 2001, die im zweiten Match Titelverteidigerin Maria Scharapowa herausfordert und dabei wieder aus dem Schatten ihrer zuletzt viel erfolgreicheren Schwester Serena heraustreten kann. Die Bauchmuskelverletzung, die sie im Wimbledon-Halbfinale 2003 gegen Kim Clijsters erlitt, hat sich zwar als chronisch erwiesen, aber sie hat sie im Griff. "Ich versuche mir vorzustellen, dass es nicht weh tut", sagt die 25-Jährige: "Ich kann halt nicht so viele Turniere spielen und muss längere Pausen machen."

Die langen Pausen und eine misslungene Sandplatzsaison ließen sie vor dem Turnier bis auf Weltranglisten-Platz 16 zurückfallen. "Wenn ich mein Bestes gebe, dann kann ich immer noch jede Spielerin schlagen", glaubt sie. Den Beweis kann sie heute erbringen.

© SID

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