Handball Bundesliga
Kiel kassiert bittere Pleite in Flensburg

Die Angst vor dem Durchmarsch des THW Kiel in der Handball-Bundesliga ist gebannt. Im Klassiker unterlagen die "Zebras" bei der SG Flensburg-Handewitt deutlich mit 32:37. Die Gastgeber sind damit neuer Spitzenreiter.

Nordrivale SG Flensburg-Handewitt hat Meister THW Kiel gestürzt, die Tabellenspitze übernommen und zugleich die Handball-Bundesliga vor Langeweile bewahrt. Das Team von Trainer Kent-Harry Andersson feierte am Samstag im Spitzenspiel gegen den Triple-Gewinner der vergangenen Saison einen klaren 37:32 (20:13)-Sieg und übernahm mit 11:1 Punkten die Tabellenführung vor dem Rekordmeister (10:2), der mit fünf zum Teil mehr als deutlichen Siegen in die Saison gestartet war.

Neuer Dritter ist Vizemeister HSV Hamburg (9:1) nach einem 33:29 (18:15) bei GWD Minden. Die Norddeutschen profitierten dabei von der überraschenden 25:31 (8:11)-Niederlage der HSG Nordhorn (9:3) bei Altmeister TV Großwallstadt. In einem weiteren Nachmittagsspiel gewannen die ambitionierten Rhein-Neckar Löwen (7:5) 32:28 (18:15) gegen den TBV Lemgo.

Gummersbach siegt trotz Sigurdsson-Verletzung

Der zwölfmalige Meister VfL Gummersbach (9:5) hat mit dem 35:28 (16:11) gegen HBW Balingen-Weilstetten Anschluss an die Spitzengruppe gefunden. Dabei mussten die Bergischen einen Schock verkraften, weil sich Kapitän Gudjon Valur Sigurdsson bereits in der zweiten Minute die Schulter auskugelte. FA Göppingen (9:5) verpasste es, am Spitzentrio dranzubleiben. Die Schwaben verloren 29:34 (13:18) bei MT Melsungen. Und der SC Magdeburg, der zuletzt in einer Finanzkrise steckte, besiegte Aufsteiger Füchse Berlin 31:23 (20:13). Bereits am Freitag eröffnete die HSG Wetzlar den 6. Spieltag mit einem 25:22 (13:7) gegen den Tabellenletzten TuS N-Lübbecke, der weiter auf den ersten Saisonsieg wartet.

Vor 6 300 Zuschauern in der Campushalle in Flensburg sah zu Beginn alles nach dem sechsten Sieg für den THW aus. Die Mannschaft von Noka Serdarusic führte nach neun Minuten mit 7:4, doch dann folgte plötzlich der Bruch. Bis zur 27. Minute drehten die Gastgeber den Spieß um und führten 18:10. Nach dem Wechsel standen die Kieler wieder besser und kamen bis zur 47. Minute nochmals auf 26:28 heran.

Zehn Treffer von Karabatic reichen nicht

Doch Flensburg-Handewitt war die insgesamt ausgeglichenere Mannschaft und hatte in Thomas Mogensen (8 Tore) den überragenden Mann. In Lars Christiansen, Marcin Lijewski und Michael Knudsen hatten die Hausherren drei weitere Schützen mit jeweils sechs Toren in ihren Reihen. Bei Kiel reichten die überragenden Leistungen von Nikola Karabatic (10) und Kim Andersson (7) nicht aus.

Für den HSV war in Minden Rechtsaußen Hans Lindberg mit zwölf Toren (5 Siebenmeter) der überragende Mann. Die HSG Nordhorn verpasste durch die unerwartete erste Saisonniederlage in Großwallstadt, das in Jens Tiedtke (9) den überragenden Spieler hatte, den Sprung an die Spitze.

Der Wilhelmshavener HV schob sich durch ein 25:24 (14:10) gegen Aufsteiger Tusem Essen ins Tabellenmittelfeld.

© SID

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