Handball Bundesliga
Spielertrainer Schwarzer: "Nicht der Idealfall"

Am Donnerstag hat Handball-Weltmeister Schwarzer die sportliche Leitung bei den Rhein-Neckar Löwen übernommen. Den Spielertrainerjob sieht er aber "nicht als Idealfall" an.

Weltmeister Christian Schwarzer ließ sich nicht lange bitten, doch begeistert war er nicht. Auf seine alten Tage soll der 38-Jährige die Rhein-Neckar Löwen als Spielertrainer in der Handball-Bundesliga wieder in die Erfolgsspur bringen.

"Der Idealfall ist es nicht. Ich hatte mich eigentlich auf meine letzte Saison als Spieler gefreut. Eine Ideallösung wäre gewesen, jemanden extern zu finden. Aber da war nichts auf dem Markt", sagte Schwarzer dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Schwarzer hatte am Donnerstagabend kommissarisch die sportliche Leitung bei den "Löwen"übernommen, nachdem Trainer Juri Schewzow entlassen worden war. Ein klares Bekenntnis, dass "Blacky" die Mannschaft bis zum Saisonende führen wird, gibt es noch nicht.

"Wir bleiben erstmal so aufgestellt, wie wir jetzt sind", sagte Löwen-Geschäfstführer Thorsten Storm. Er zog nach der Heimniederlage gegen Kiel und dem Unentschieden gegen Lemgo die Notbremse und trennte sich von Schewzow trotz Vertrages bis 2009.

Serdarusic und Lindgren Kandidaten

Neben dem ehemaligen Kieler Meistermacher Noka Serdarusic wird auch Ola Lindgren, Coach beim Ligakonkurrenten HSG Nordhorn, als Kandidat auf den Trainerposten gehandelt. Storm erklärte allerdings, dass Serdarusic in dieser Saison keine Alternative sei. Für Serdarusic und Lindgren würde zudem eine Ablösesumme fällig.

So vertraut die Vereinsführung zunächst Schwarzer, der neben seinen sportlichen Leistungen schon bei der Nationalmannschaft und auch bei den "Löwen" als Wortführer in den Spielunterbrechungen überzeugte.

"Ich muss versuchen, die Köpfe der Spieler freizubekommen", meinte Schwarzer vor dem schweren Auswärtsspiel am Samstag beim verlustpunktfreien Altmeister FA Göppingen.

Dritthöchster Etat hinter Kiel und Hamburg

Mit dem dritthöchsten Etat der Liga (über sechs Mill. Euro) hinter Kiel und dem HSV Hamburg und namhaften Neuzugängen wollten die "Löwen" in dieser Saison ganz oben angreifen. Von den hohen Zielen will der neue Hoffnungsträger trotz des unbefriedigenden Starts noch nicht abrücken. Es sei noch nichts passiert, so Schwarzer: "Die Champions League und der Pokal haben noch nicht angefangen. Gegen Kiel kann man verlieren, so haben wir nur einen Punkt gegen Lemgo verschenkt. Es ist noch alles möglich."

Nach seinem Karriereende als Spieler will Schwarzer als Jugendkoordinator beim Deutschen Handball-Bund (DHB) anfangen. Zudem ist eine Anstellung als Co-Trainer von Bundestrainer Heiner Brand im Gespräch.

© SID

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