Handball Champions League
THW vor erneuter Krönung in der "Königsklasse"

Mit einem Zwei-Tore-Polster geht der THW Kiel heute ins Rückspiel des Finales in der Champions League. Dennoch warnen Trainer und Manager vor dem spanischen Gegner Ciudad Real.

Die Ausgangslage ist glänzend - aber auch höchst gefährlich. Wenn der THW Kiel im Finalrückspiel der Champions League heute (18.00 Uhr/live auf Eurosport) den spanischen Meister Ciudad Real empfängt, will man sich vom Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel (29:27) nicht blenden lassen. "Die Jungs haben das Gefühl, schon eine Hand am Pott zu haben, aber Ciudad ist auch in der Lage, in Kiel zu gewinnen", warnt THW-Manager Uwe Schwenker vor dem Krönungsspiel in der europäischen Handball-"Königsklasse".

In den wichtigsten 60 Minuten der Saison sollen beim Titelverteidiger noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden, um mit einem Triumph wie schon 2007 den Weg zum Triple aus DHB-Pokal, Meisterschaft und Europacup zu ebnen. "Der Sieg in Ciudad gibt uns eine glänzende Perspektive, aber er ist auch ein sehr gefährliches Ergebnis. Deshalb erfordert das Match am Sonntag höchste Konzentration", erklärt Schwenker.

Müdigkeit macht Karabatic nicht zu schaffen

Dennoch spricht vieles für die "Zebras". So liegt die letzte Niederlage in einem Heimspiel der Champions League mehr als zwei Jahre zurück, seither holte man 14 Siege in Folge. Verglichen mit dem Vorjahr ist zudem die personelle Situation geradezu optimal, denn während Trainer Noka Serdarusic in den letztjährigen Finalspielen gegen die SG Flensburg-Handewitt kaum mehr sechs gesunde Feldspieler zusammenbekam, stehen ihm diesmal alle Leistungsträger zur Verfügung.

Dennoch hat die Saison mit allein 54 Pflichtspielen auf Vereinsebene ihre Spuren hinterlassen. Vor allem Kiels französischer Rückraumstar Nikola Karabatic bekam in den vergangenen Wochen nur selten eine Pause und kann wegen anhaltender Sprunggelenkschmerzen kaum noch trainieren. Dennoch lieferte der 24-Jährige zuletzt eine Weltklasse-Leistung nach der anderen ab. "Natürlich bin ich müde, aber ich spiele meine beste Saison, und wenn das dabei herauskommt, will ich immer so müde sein", sagt Karabatic.

Duschebajew glaubt noch an den Titel

Inwieweit die Spanier in Bestbesetzung antreten können, bleibt abzuwarten. Die Nationalspieler Siarhei Rutenka und David Davis meldeten sich nach dem Hinspiel verletzt und drohen für die Partie in Kiel auszufallen. Ciudad-Trainer Talant Duschebajew glaubt dennoch an eine realistische Chance seiner Mannschaft: "Wir können den Titel immer noch holen und werden uns so teuer wie möglich verkaufen."

Für Schwenker wäre eine Wiederholung des letztjährigen Dreifacherfolgs durch den THW nicht hoch genug zu bewerten: "Vor einem Jahr sind wir ohne Druck und mit einem Rumpfkader Sieger geworden - diesmal gehörten wir zum engsten Favoritenkreis." Und sollte man sich erneut zum besten Vereinsteam Europas - und damit auch der Welt - krönen, wäre der 14. Titelgewinn in der Bundesliga an den beiden verbleibenden Spieltagen wohl ein Selbstläufer, wie auch Schwenker meint: "Den lassen wir uns nicht mehr nehmen."

© SID

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