Handball Europapokal
Löwen verpassen erste internationale Trophäe

Das 28:28-Unentschieden gegen den MKB Veszprem war für die Handballer der Rhein-Neckar Löwen zu wenig, um nach dem 32:37 aus dem Hinspiel den Pokal der Pokalsieger zu gewinnen.

Ein Remis hat den Rhein-Neckar Löwen nicht gereicht. Im Final-Rückspiel des Europapokals der Pokalsieger musste sich der Handball-Bundesligist um Weltmeister Christian Schwarzer mit einem bitteren 28:28 (14:14)-Unentschieden gegen MKB Veszprem zufrieden geben und konnte damit die 32:37-Niederlage vom vergangenen Wochenende in Ungarn nicht wettmachen.

"Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß. Wenn du im Finale stehst, willst du auch gewinnen. Letztlich sind wir heute an Torwart Dejan Peric gescheitert", sagte der fünfmal erfolgreiche Schwarzer.

Mit der Löwen-Pleite ist auch die Chance der Bundesliga auf den erneuten Sieg in allen drei internationalen Wettbewerben dahin. 2007 war dieses Kunststück dem THW Kiel (Champions League), dem SC Magdeburg (EHF-Pokal) und dem HSV Hamburg (Pokaslieger) gelungen. Die Nachfolge des HSV traten nun die Ungarn an, die sich zum zweiten Mal nach 1992 in die Siegerliste des Pokalsieger-Wettbewerbs eintrugen.

Löwen scheiterten vor allem am Gäste-Torwart Peric

In Mannheim setzte es für die Löwen am Ende fast eine Demontage. Dabei hatten die Spieler von Trainer Juri Schewzow nach der Abfuhr in Ungarn noch optimistisch angekündigt, das Spiel noch drehen zu können. Letztlich war die Hypothek aus dem Hinspiel aber zu groß. Vor allem am überragenden Gäste-Torhüter Peric scheiterten die Gastgeber immer wieder. Auf der anderen Seite hatte der polnische Vize-Weltmeister Slawomir Szmal zunächst nicht seinen besten Tag, erst mit der Einwechselung von Weltmeister Henning Fritz steigerte sich die Löwen-Abwehr. Das allerdings auch nur kurzfristig, am Ende bekamen sie die Ungarn nicht unter Kontrolle.

Schon in der ersten Halbzeit hatten die starken Gäste ihre Cup-Ambitionen eindrucksvoll unterstrichen, als sie zwischenzeitlich sogar mit drei Toren in Führung lagen. Auch nach dem Ausgleich der Löwen zur Halbzeit ließ sich das vom früheren Bundesliga-Coach Lajos Mocsai trainierte Team nicht vom Weg abbringen und die lange Löwen zu keiner Zeit davonziehen.

Mit dem verpassten Premierentitel platzte auch der Traum von Christian Schwarzer, seinen Trophäenschrank komplett zu machen: Außer dem Pokalsieger-Cup hat der 38-Jährige, der von Bundestrainer Heiner Brand noch einmal in den vorläufigen Kader für die Olympischen Spiele in Peking berufen wurde, sämtliche Titel auf nationaler und internationaler Vereinsebene bereits gewonnen.

© SID

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