Handball Nationalmannschaft
Deutsche Handballerinnen nicht in Bestform

Vor der Handball-WM in China bekleckern sich die deutsche Handballerinnen nicht mit Ruhm. Das Team von Trainer Osmann legte einen mühevollen 24:22-Erfolg gegen die Niederlande hin.

Die deutschen Handballerinnen haben sich mit einem glanzlosen Arbeitssieg zur Weltmeisterschaft nach China verabschiedet. Die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann kam in Greven nur zu einem mühevollen 24:22 (14:14)-Erfolg gegen die Niederlande. Tags zuvor wurde der international zweitklassige Gegner in Wuppertal noch 33:19 bezwungen.

"Es gab zu viele Abstimmungsprobleme. Die Stunde der Wahrheit schlägt aber erst nächste Woche. Wir müssen uns steigern", sagte Osmann. Beste Werferin in der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) war Susann Müller mit fünf Toren. Die WM-Generalprobe findet am 3. Dezember im Vorrundenspielort Wuxi gegen den Olympiavierten Ungarn statt.

Noch Probleme in Angriff und Abwehr

Vor 1 056 Zuschauern in der ausverkauften Rönnehalle hatte die deutsche Mannschaft besonders in der ersten Halbzeit große Probleme. Das Positionsspiel im Angriff funktionierte nur in Ansätzen, der Rückraum strahlte ohne die Leistungsträgerinnen Grit Jurack (Schwangerschaft) und Nadine Krause (Schulteroperation) nur wenig Gefahr aus. Auch die Abwehr ließ zu viele einfache Gegentore zu, zudem hatte Torfrau Sabine Englert an ihrem 28. Geburtstag nicht ihren besten Tag erwischt. Lediglich zwei Paraden verzeichnete Englert in der ersten Halbzeit.

Besonders gegen Maura Visser fand die deutsche Deckung zunächst kein Mittel. Sieben Tore hatte die niederländische Rückraumspielerin bereits zur Pause auf ihrem Konto. So führten die nicht für die WM qualifizierten Gäste nach 21 Minuten 13:11. Erst kurz vor der Halbzeitpause glich Ania Rösler per Siebenmeter zum 14: 14 aus.

Nach dem Wechsel ging die deutsche Abwehr etwas aggressiver zu Werke. Hinzu kamen einige gute Paraden der eingewechselten Torfrau Clara Woltering. So zog die DHB-Auswahl erstmals auf drei Tore davon (17:14). Allerdings kamen die Niederländerinnen nach drei Toren in Folge wieder zurück ins Spiel (17:17).

Steigerung für WM nötig

Erst in der Schluss-Viertelstunde brachte die deutsche Mannschaft, die am Montag von Frankfurt über Peking nach Wuxi fliegt, den sechsten Sieg in Serie unter Dach und Fach. Allerdings ließen bei den Niederländerinnen auch die Kräfte deutlich nach. Für die WM muss sich die deutsche Mannschaft erheblich steigern.

Im Reich der Mitte trifft Osmanns Team in der schwierigen Vorrundengruppe A auf Dänemark, Kongo, Brasilien, Schweden und Frankreich. Die besten drei Teams erreichen die Hauptrunde.

© SID

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