Handball Nationalmannschaft
DHB-Team mit neuer Generation gegen Bulgarien

Heute Abend treffen die deutschen Handballer in der EM-Qualifikation auf Bulgarien. Bundestrainer Heiner Brand hat dabei einige neue Hoffnungsträger an Bord.

Kein Henning Fritz, kein Florian Kehrmann, kein Christian Zeitz: Wenn die deutschen Handballer heute in Wetzlar ihr erstes Länderspiel nach dem bitteren Vorrunden-Aus bei Olympia in Peking bestreiten, ist nicht nur der Wettbewerb neu, sondern auch das Gesicht der Mannschaft. Für das EM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien (19.30 Uhr) verzichtet Bundestrainer Heiner Brand auf einige Stars der vergangenen Jahre und setzt auf eine neue Generation.

Trotzdem zählt für den Weltmeister auf dem Weg nach Österreich 2010 nur der Sieg. "Wir müssen zuhause gewinnen, aber das wird schwierig, weil die Mannschaft sich im Umbruch befindet", sagte Brand. Martin Strobel (Lemgo), Andreas Rojewski (Magdeburg), Michael Spatz (Großwallstadt) oder Manuel Späth (Göppingen) heißen die neuen Hoffnungsträger im Kader des Deutschen Handballbundes (DHB). Auf den wartet im zweiten Spiel der EM-Qualifikation am Sonntag in einer Neuauflage des EM-Finals von 2004 gegen Slowenien (17.00 Uhr) eine ungleich schwerere Aufgabe.

EM-Qualifikation sorgt für wenig Begeisterung

Für Erfolgstrainer Brand ist der Neuaufbau unausweichlich, denn obwohl die Nichtberücksichtigung einiger Etablierter "nichts Endgültiges" sei, betont Brand: "Denen fehlte das letzte Quäntchen Begeisterung." Die kann allerdings auch der Coach nur schwerlich aufbringen, wenn er an die neu geschaffene EM-Qualifikation denkt.

Statt sich wie bisher über gute Platzierungen bei vorangegangen Turnieren das Ticket für den nächsten Höhepunkt zu sichern, müssen die Nationalmannschaften nun zusätzliche Spiele absolvieren. Deutschland trifft in seiner Fünfer-Gruppe, aus der die beiden besten Mannschaften das EM-Ticket lösen, noch auf Israel und Weißrussland - macht mit Hin-und Rückspielen acht Partien zusätzlich.

"Masse steigert nicht die Attraktivität", sagt Brand und fordert zum wiederholten Male, die "Fülle der Wettbewerbe zu überdenken". Vor der Terminhatz kapituliert am Mittwoch beispielsweise Weltmeister Holger Glandorf, der sich mit ständigen Schmerzen in Rücken und Knie plagt.

Noch sieben WM-Helden dabei

So sind die jungen Nachrücker zwangsläufig gefordert, gerade mal sieben WM-Helden von 2007 hat Brand für das Bulgarien-Spiel im Kader. Fünf der Nominierten standen auch in Peking auf dem Parkett.

Immerhin war der erste Eindruck von dem neuen Team beim dreitägigen Lehrgang zu Beginn des Monats aber schon mal gut: "Es war erstaunlich, wie schnell die Spieler Trainingsinhalte umgesetzt und wie gut sie sich mit und ohne Ball bewegt haben. Bei jedem einzelnen war eine starke Leistungsbereitschaft zu spüren."

© SID

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