Handball Nationalmannschaft
DHB-Team muss sich Russland geschlagen geben

Beim Supercup in Magdeburg hat die ersatzgeschwächte deutsche Nationalmannschaft durch eine 34:36-Niederlage gegen Russland das Halbfinale verpasst. Bester Werfer im DHB-Team war Christian Sprengler mit acht Toren.

Europameister Deutschland hat beim Supercup in Magdeburg eine weitere bittere Niederlage hinnehmen müssen. Durch das 34:36 (18:18) gegen Russland zog das Team des Deutschen Handball-Bundes (DHB) erstmals seit sechs Jahren nicht ins Halbfinale des Wettbewerbes ein.

Gegen Spanien um Platz fünf

Da zuvor bereits die Athen-Revanche gegen Olympiasieger Kroatien 34:36 verloren gegangen war, spielt das DHB-Team am Samstag (13.00 Uhr) in Halle/Westfalen gegen Weltmeister Spanien nur um Platz fünf beim wichtigsten Test vor der EM (26. Januar bis 5. Februar 2006 in der Schweiz).

"Wir hätten natürlich gerne gewonnen, die Chance dazu war da", meinte Bundestrainer Heiner Brand. Doch mit dem Personal, das ihm zur Verfügung gestanden habe, sei seine Mannschaft diesmal an ihre Grenzen gestoßen: "Wir haben zu viele Bälle leichtfertig vergeben, einige waren überfordert." Sein russischer Kollege Wladimir Maximow meinte: "Ich bin nicht zufrieden, wir haben eine sichere Führung aufs Spiel gesetzt."

Titelverteidiger Spanien unterliegt Schweden

Die als Titelverteidiger angetretenen Spanier verloren zuvor ebenfalls ihr zweites Gruppenspiel gegen Schweden 24:32 (12:18). Die Entscheidung über die Halbfinal-Paarungen fällt am Freitag in Bremen, wo in den letzten Gruppenspielen Schweden und Frankreich (28:26-Auftaktsieger gegen Spanien/18.00 Uhr) sowie Kroatien und Russland (20.00 Uhr) aufeinandertreffen.

Die Vorentscheidung im 39. Duell gegen Russland (19 deutsche Siege) fiel in den ersten Minuten nach der Pause, in denen das DHB-Team völlig den Überblick verlor und 20:26 in Rückstand geriet (38.). Bester deutscher Werfer war Christian Sprengler mit acht Toren. Der gebürtige Weißrusse Andrej Klimowets traf in seinem zweiten Länderspiel für das DHB-Team viermal. Bei den Russen warf Alexej Peskow neun Tore. "Als wir vor dem Sieg standen, sind wir bitter bestraft worden. Aber das wirft uns nicht um. Jetzt wollen wir bei der EM zeigen, was wir können", sagte Sprenger.

Velyky fiel kurzfristig aus

Bundestrainer Brand musste gegen den Rekord-Supercupgewinner Russland (fünf Titel) neben den ohnehin verletzten Stammspielern Daniel Stephan und Markus Baur auch Torsten Jansen, Holger Glandorf, Jan-Olaf Immel, Sebastian Preiß, Michael Kraus und kurzfristig wegen einer Knie-Blessur Spielmacher Oleg Velyky ersetzen. Für den im Kroatien-Spiel überragenden Magdeburger Schlussmann Johannes Bitter stand diesmal der Welthandballer und Ex-Magdeburger Henning Fritz (Kiel) zwischen den Pfosten.

Fritz begann stark, hielt in den Anfangsminuten fünf schwere Bälle und hatte so großen Anteil an der ständigen Führung seiner Mannschaft, die allerdings nie mehr als zwei Tore vorlegen konnte (8:6/15.). Später fanden der deutsche Schlussmann und seine Abwehr kaum noch ein Mittel gegen Russlands überragenden Jungstar Alexej Peskow, der schon bis zur 20. Minute sechs Tore erzielt hatte.

Russische Abwehr stand sicher

Das neu formierte russische Team, das fast komplett aus dem von Auswahl-Coach Wladimir Maximow betreuten Verein Tschechow Moskau rekrutiert wurde (12 Spieler), stand vor allem in der Abwehr sehr sicher. Mit fortlaufender Spielzeit wurden die deutschen Aktionen immer verkrampfter. Doch dann riss sich die Mannschaft nochmal zusammen und schaffte in der turbulenten Schlusphase zwischenzeitlich sogar den Ausgleich (32:32).

© SID

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