Handball Nationalmannschaft
Handballer starten in den WM-Härtetest

Mit dem Auftaktspiel gegen Serbien beginnt für die deutschem Handballer heute der World Cup. Bundestrainer Heiner Brand freut sich auf den WM-Test: "Wir müssen uns gegen die Weltspitze beweisen."

Altbekannte Verletzungssorgen und ein Hoffnungsschimmer: 88 Tage vor dem Start der Heim-Weltmeisterschaft findet die WM-Generalprobe für Deutschlands Handballer unter gewohnt schwierigen Vorzeichen statt. Beim heute in Bremen beginnenden World Cup (bis 29. Oktober) plagen Bundestrainer Heiner Brand erneut die obligatorischen Personalprobleme. "Wegen der Ausfälle ergibt sich wieder einmal eine neue Situation. Aber an das Verletzungspech gerade vor großen Turnieren habe ich mich ja schon fast gewöhnt", meinte Brand mit einer Portion Galgenhumor vor dem Auftaktspiel gegen Serbien (heute 20.00 Uhr).

Bei der erstmals in Deutschland und Schweden gemeinsam ausgetragenen "Mini-WM" mit acht Spitzenteams fehlen dem Bundestrainer unter anderem die Rückraumspieler Christian Zeitz (Kiel/Hüftschmerzen), Frank von Behren (Flensburg/Kreuzbandriss), Oleg Velyky (Kronau/Lymphknoten-OP) und Volker Michel (Göppingen/Leiste). Auch hinter dem Einsatz des Göppingers Michael Kraus (Handblessur) stand am Montag noch ein Fragezeichen.

"Wir müssen uns gegen die Weltspitze beweisen"

Der gebeutelte Brand versucht trotzdem, dem WM-Testlauf unter erschwerten Bedingungen etwas Positives abzugewinnen. "Auch bei der WM können Ausfälle auftreten. Jetzt kann ich schon einmal testen, wie meine Spieler mit solch einer Situation umgehen. Wir müssen uns gegen die Weltspitze beweisen", sagte der Gummersbacher, der sich von seiner Sieben eine Trotzreaktion erhofft und vor heimischem Publikum die WM-Werbetrommel rühren möchte.

Ungeachtet der Personalmisere sieht Brand aber noch einige andere "Baustellen": "Ein Markus Baur braucht noch Zeit, auch ein Holger Glandorf war lange verletzt. Wir haben also noch Reserven frei", meinte der 54-Jährige. Die Herausforderung ist immens: Nach dem Auftakt gegen die neue serbische Auswahl muss sich der ersatzgeschächte Europameister von 2004 am Mittwoch in Hannover gegen Olympiasieger Kroatien beweisen. Am Donnerstag steht erneut in Bremen das Duell mit dem dreimaligen EM-Dritten Dänemark an (beide 20.00 Uhr), der nach der Absage von Europameister Frankreich eingesprungen ist.

Gastgeber Schweden und Weltmeister Spanien in der Parallelgruppe

In der Parallelgruppe in Malmö und Växjö spielen Gastgeber Schweden, Weltmeister Spanien, Griechenland und Tunesien um den Einzug ins Halbfinale. Die jeweils ersten beiden der zwei Staffeln erreichen die Runde der letzten Vier. Die Vorschluss- sowie die Finalrunde wird am Samstag und Sonntag in Helsingborg beziehungsweise Malmö ausgetragen.

Ziel von Brand ist es, nach dem Ausfall von Abwehrspezialist von Behren auch für die WM die Ausgewogenheit zwischen Angriff und Abwehr hinzubekommen. "Ich habe die Situation, dass sehr viele sehr gute Angriffsspieler nicht in der Abwehrmitte einsetzbar sind", konstatierte der Weltmeister von 1978: "Und das ist sehr schwierig."

© SID

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