Handball-Party in München
THW Kiel zum dritten Mal Supercup-Sieger

Mit einer Energieleistung hat der THW Kiel ein verloren geglaubtes Spiel gedreht und zum dritten Mal den Supercup der Handball-Bundesliga gewonnen. Der deutsche Meister siegte trotz eines 15:19-Rückstandes am Dienstag in der Münchner Olympiahalle mit 36:34 gegen den DHB-Pokalgewinner SG Flensburg-Handewitt.

HB MÜNCHEN. Drei Tage vor Saisonbeginn untermauerte der Titelverteidiger vor 10 200 enthusiastischen Zuschauern in der ausverkauften Arena seinen Anspruch auf den Gewinn seiner 12. Meisterschaft. Beste Werfer waren Frode Hagen (6/4) und Nikola Karabatic (6) für Kiel sowie Lars Christiansen (8/6) für Flensburg.

Das erste Gastspiel der Bundesliga seit dem Rückzug von Europapokalsieger TSV Milbertshofen vor zwölf Jahren aus finanziellen Gründen wurde vor den mehr als 10 000 Anhängern zu einer Handball- Party. „Das spricht für den Handball“, sagte Willi Holdorf, Aufsichtsratsmitglied der Handball-Bundesliga (HBL). Vor allem Flensburgs Torhüter Jan Holpert, der bis 1993 in Milbertshofen gespielt hatte, begeisterte die Zuschauer und feierte eine umjubelte Rückkehr. Der ehemalige Nationaltorhüter parierte ein ums andere Mal die Würfe der

Kieler und war damit ein Erfolgsgarant für den DHB- Pokalsieger.

Flensburg dominierte nicht nur wegen der großartigen Form Holperts von Beginn an das Spiel. Zwar konnte Meister Kiel in der Startphase noch ein 2:2 (3.) halten. Doch im Anschluss profitierten die Flensburger davon, dass in Spielmacher Joachim Boldsen, Kim Nielsen, Michael V. Knudsen, Lars Christiansen und Sören Stryger gleich bis zu fünf Dänen auf dem Platz standen, die schon aus der Nationalmannschaft eingespielt sind. Angeführt von Boldsen spielte der Pokalsieger in der Abwehr aufmerksam und im Angriff effektiv. Ab dem 2:2 setzte sich Flensburg auf 7:3 (10.) ab.

Die Kieler wirkten im Gegensatz dazu in ihrem Bemühungen verkrampft. Vornehmlich der Rückraum mit den Neuzugängen Nikola Karabatic, Kim Andersson und Viktor Szilagyi kam wegen Abstimmungsproblemen nicht richtig zur Entfaltung und rieb sich immer wieder in Einzelaktionen auf. In erster Linie den engagierten Initiativen von Kapitän Stefan Lövgren hatten es die Kieler zu verdanken, dass der Rückstand nach dem 10:15 (26.) noch einmal auf 13:16 (28.) schrumpfte.

Mit zwei schnellen Toren nach Wiederanpfiff erhöhte Flensburg von 19:15 zur Pause auf 21:15 (33.) und führte erstmals mit sechs Treffern Vorsprung. Die Kieler aber gaben sich nicht geschlagen. Bei ihrer Aufholjagd zum 22:22 (40.) und der anschließenden ersten Führung des Spiels beim 23:22 (41.) profitierte der deutsche Meister jedoch auch von drei Herunterstellungen gegen Flensburg.

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