Handball WM
DHB-Auswahl trotz Remis im WM-Viertelfinale

Bei der WM haben die deutschen Handballerinnen trotz eines 30:30 gegen Ungarn den direkten Einzug ins Viertelfinale geschafft. Das Emrich-Team profitierte dabei von der 19:32-Niederlage der Spanier gegen Rumänien.

Bei der WM in Frankreich haben sich die deutschen Handballerinnen trotz eines 30:30 (14:17) gegen Ungarn in Dijon den Einzug ins Viertelfinale gesichert. Dabei profitierte das Team von Bundestrainer Armin Emrich von der 19:32-Niederlage der Spanier gegen den WM-Zweiten Rumänien am Abend. Während die Rumäninnen mit 6:0 Punkten die Tabellenführung von der deutschen Mannschaft übernahmen, können die Spanier ebenso wie der nächste Gegner Polen (Sonntag, 18.30 Uhr) nicht mehr an der Auswahl des Deutschen-Handball (DHB) vorbeiziehen.

Ärgerlich war das Remis gegen die Ungern dennoch: Den Ausgleich kassierten die Deutschen nach einer tollen Aufholjagd in der Schlussphase praktisch erst mit dem Abpfiff. Dennoch misslang den Ungarn die Revanche gegen die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) für das 22:34 bei der EM 2006.

Bundestrainer Emrich: "Schade, wenn man den Sieg am Ende so wegwirft"

"Wir hatten es zwar in der Schlussphase selbst in der Hand, aber wenn man die gesamten 60 Minuten betrachtet, ist das ein Punktgewinn. Die Mannschaft hat sich aufgebäumt, dennoch ist es schade, wenn man den Sieg am Ende so wegwirft", sagte Bundestrainer Emrich. Bei der bisher unkonstantesten Turnierleistung war Grit Jurack mit sechs Toren vor 2 800 Zuschauern erneut die beste Torschützin der deutschen Auswahl. Beste Werferin auf dem Feld war aber die Ungarin Anita Görbicz mit acht Toren.

Nach dem erfolgreichen Hauptrunden-Auftakt gegen Spanien begannen die deutschen Frauen äußerst nervös und machten mehr Fehler als in den Spielen zuvor. Besonders in der Abwehr wirkten die Vorderleute von Torfrau Sabine Englert müde, im Angriff kam zunächst Abschlussschwäche und mit mehreren Pfostentreffern auch noch Pech dazu.

Ziel der deutschen Mannschaft sind die Medaillenränge

Die von Englerts Vereinscoach Andras Nemeth trainierten Ungarinnen liefen überraschend ohne die starke Außenspielerin Beatrix Balogh auf, waren aber dadurch nicht minder gefährlich. Zudem nahmen sie Welthandballerin Nadine Krause und Jurack immer wieder in Manndeckung und zogen der DHB-Auswahl so oftmals den Zahn. Nach dem Spiel gegen die Polen folgt am Dienstag das Duell mit dem Titelmitfavoriten Rumänien (18.30 Uhr/alle live bei Eurosport).

Nach Platz sechs bei der WM 2005 und dem vierten Rang bei der EM 2006 will die deutsche Mannschaft in Frankreich endlich eine Medaille gewinnen. Zudem locken die Olympischen Spiele in Peking 2008, für die sich allerdings nur der Weltmeister direkt qualifiziert. Die Plätze zwei bis sieben berechtigen zur Teilnahme an einem von drei Qualifikationsturnieren im März 2008.

© SID

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