Handball WM
DHB-Damen verlieren WM-Auftakt gegen Dänemark

Die deutschen Handball-Damen haben ihr WM-Auftaktspiel in Wuxi/China gegen Dänemark 26:27 (10:15) verloren. Beste deutsche Werferin war Franziska Mietzner mit neun Treffern.

Die deutschen Handballerinnen haben beim WM-Auftakt trotz furioser Aufholjagd ein Erfolgserlebnis verpasst. Gegen Rekord-Olympiasieger Dänemark unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann 26:27 (10:15) und muss in der schwierigen Gruppe A schon nach dem ersten Spiel um den Einzug in die Hauptrunde bangen. Vor nicht einmal 1 000 Zuschauern in der 4,5-Millionen-Stadt Wuxi war Franziska Mietzner (9 Tore) beste deutsche Werferin.

Im zweiten Gruppenspiel gegen Außenseiter Kongo (10.00 Uhr, live bei Eurosport) soll nun am Sonntag auch für das Selbstvertrauen der eingeplante Sieg her. Nur die jeweils besten drei Teams aus jeder der vier Sechser-Gruppen erreichen die nächste Runde.

"Die WM hat mit einem traurigem Ergebnis begonnen, aber wenn wir so weitermachen wie in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit, dann kommen wir auch noch weiter", sagte Rainer Osmann. Der Sieg für Dänemark sei zwar glücklich, aber aufgrund der ersten Halbzeit verdient gewesen.

Nach einer vor allem im Angriff ganz schwachen ersten Halbzeit und zwischenzeitlichem Sechs-Tore-Rückstand schaffte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) nach einer gehörigen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang fast noch die nicht mehr für möglich gehaltene Wende. Mit der Schlusssirene traf Susann Müller aber nur den Pfosten und verpasste so den Ausgleich. Erst in der 48. Minute warf Spielmacherin und Kapitänin Nina Wörz zum 23:22 die erste deutsche Führung des gesamten Spiels heraus. Vier Minuten später war der Vorsprung dann schon auf drei Treffer angewachsen (26:23), ehe das Spiel wieder kippte.

Dänische Deckung zeigt Nerven

Zunächst hatte es dem jungen Rückraum mit Mietzner und Müller ohne die fehlenden Führungsspielerinnen Grit Jurack (schwanger) und Nadine Krause (Schulteroperation) aber komplett an Durchschlagskraft gemangelt, auch von den anderen Positionen war die Wurfausbeute schwach. Müller kämpfte zudem mit einer Erkältung und wurde nur im Angriff eingesetzt.

Zudem gab es gleich nach vier Minuten den ersten großen Schrecken im deutschen Team als Kreisläuferin Anja Althaus im Angriff zu Boden ging und humpelnd mit Tränen in den Augen vom Feld geführt wurde. Eine Viertelstunde später kam die Dänemark-Legionärin mit einem dicken Tape um den Fuß zwar wieder zurück. Doch gerade in dieser Phase blieben die Deutschen mit viel zu durchschaubaren Abspielen an den Kreis immer wieder in der dänischen Abwehr hängen.

Der dreimalige Olympiasieger, der erst am Freitag Spielmacherin Laerke Möller nach einem Achillessehnenabriss im Training verloren hatte, hatte den Gegner mit seinem schnellen Konterspielen aber lange im Griff.

Erst in der zweiten Hälfte kam der deutsche Angriff angeführt von der immer selbstbewussteren Mietzner immer besser ins Spiel, von allen Positionen fielen nun Tore. Die ebenfalls noch junge dänische Mannschaft zeigte nun ihrerseits Nerven und lief sich wiederholt in der guten deutschen Deckung fest.

© SID

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