Handball WM
DHB-Frauen erreichen Hauptrunde als Gruppensieger

Durch den dritten Sieg im dritten Spiel sind die deutschen Handballerinnen bei der WM in Frankreich souverän in die Hauptrunde eingezogen. Beim 32:26 gegen den Olympiazweiten Südkorea überragte Torfrau Sabine Englert.

Angeführt von der überragenden Torfrau Sabine Englert haben die deutschen Handballerinnen bei der WM in Frankreich den Gruppensieg und die ersten Punkten auf dem Weg ins Viertelfinale geholt. Beim überraschend deutlichen 32:26 (14:12) gegen den Olympiazweiten Südkorea war die Österreich-Legionärin beste Spielerin auf dem Feld und spornte ihre Teamkolleginnen auch im Angriff zu einer Glanzleistung an.

"Das war eine Weltklasseleistung von Sabine. Es ist ein riesiger Erfolg, dass wir verlustpunktfrei in der Hauptrunde stehen", meinte Bundestrainer Armin Emrich, der zuvor von einer "Todesgruppe" gesprochen hatte.

Am Donnerstag gegen Spanien

Als Sahnehäubchen auf dem Gruppensieg nimmt die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) auch die beiden Zähler aus dem Südkorea-Spiel mit in die Hauptrunde. Nach der Reise per Sonderflugzeug trifft die Mannschaft von Armin Emrich am Donnerstag in Dijon zunächst auf Spanien (18.30 Uhr). Es folgen die Partien gegen den WM-Dritten Ungarn (Samstag, 16.30), Polen (Sonntag, 18. 30) und den WM-Zweiten Rumänien (Dienstag, 16.30). Jeweils die ersten vier Teams aus den beiden Sechser-Gruppen ziehen in die Runde der letzten Acht ein.

Nach dem Arbeitssieg gegen den Olympiadritten Ukraine (26:21) und dem höchsten Erfolg ihrer Länderspielgeschichte gegen Handballzwerg Paraguay (45:12) war wieder DHB-Rekordtorschützin Grit Jurack mit elf Treffern beste deutsche Werferin. Überragende Spielerin war aber Österreich-Legionärin Sabine Englert, die nach dem Paraguay-Spiel wieder für Clara Woltering ins Tor gerückt war.

Nach 22 Minuten hatte sie erst vier Tore kassiert und war auch im weiteren Verlauf kaum zu bezwingen. Sie hielt allein vier Siebenmeter. "Ich war heute sehr motiviert", meinte Englert nach ihrer Gala ganz lapidar.

Unkonzentriertheiten vor der Pause

Zittern musste die kleine, aber lautstarke deutsche Fankolonie in der wieder mit 4 000 Zuschauern voll besetzten Arena in Nantes nur Ende der ersten Halbzeit, als sich das Emrich-Team wie schon gegen die Ukraine im Angriff einige Unkonzentriertheiten und leichtfertige Ballverluste leistete. Wieder war es aber Englert, die ihrer Mannschaft in dieser Phase gegen den Olympiasieger von 1988 und 1992 den Vorsprung sicherte.

Nach Platz sechs bei der WM 2005 und dem vierten Rang bei der EM 2006 will die deutsche Mannschaft in Frankreich endlich eine Medaille gewinnen. Zudem locken die Olympischen Spiele in Peking 2008, für die sich allerdings nur der Weltmeister direkt qualifiziert. Die Plätze zwei bis sieben berechtigen zur Teilnahme an einem von drei Qualifikationsturnieren im März 2008.

© SID

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