Hattrick
Flensburg zum dritten Mal Pokalsieger

Zum dritten Mal hintereinander hat die SG Flensburg-Handewitt den DHB-Pokal gewonnen. Im Duell mit dem Erzrivalen und Bundesliga-Ersten THW Kiel feierte der Cupverteidiger am Sonntag in Hamburg durch einen 33:31 (16:13)-Finalerfolg den Hattrick. Das war in der 30-jährigen Pokalgeschichte bislang nur den Kielern von 1998 bis 2000 gelungen.

HB HAMBURG. Den Triumph widmeten die Flensburger ihrem an Krebs erkrankten Spielmacher Christian Berge, der eigens für die Endrunde seine Therapie in Norwegen unterbrochen hatte. Mit seinen Teamkollegen kam er im goldfarbenen Trikot zur Siegerehrung und reckte als Erster den Pokal in die Höhe. Vor 12 500 Zuschauern in der erneut ausverkauften ColorLine Arena waren Johan Pettersson (9/7) für Kiel sowie Sören Stryger (8/5) und der als bester Spieler ausgezeichnete Lars Christiansen (8/1) für Flensburg die besten Torschützen.

Zuvor hatte die HSG Nordhorn die Premiere des "kleinen Finales" bei der DHB-Pokalendrunde gewonnen und Frisch Göppingen 43 Jahre nach dem letzten Europacupsieg die Rückkehr auf das internationale Parkett verbaut. Im erstmals ausgetragenen Spiel um Platz drei setzte sich der Tabellenfünfte mit 35:33 (30:30, 12:14) nach Siebenmeterwerfen gegen die Schwaben durch. Nordhorn qualifizierte sich dadurch praktisch für den Europacup der Pokalsieger und nimmt den Platz des DHB-Pokalsiegers ein, da Kiel und Flensburg in der Bundesliga ihren Platz in der Champions League gesichert haben.

Kiel verzichtete im Endspiel auf den angeschlagenen Spielmacher Stefan Lövgren. Zudem hatte Nationaltorhüter Henning Fritz einen rabenschwarzen Tag erwischt und verließ schon nach gut zehn Minuten zunächst das Parkett. Als dann in der 21. Minute beim Stand von 10:9 für Flensburg auch noch Nationalspieler Christian Zeitz wegen groben Foulspiels Rot sah, schien der Weg für den Titelverteidiger geebnet.

Flensburg setzte sich auf 13:9 (24.) ab und hatte beim 18:13 (32.) erstmals fünf Tore Vorsprung. Dann aber kehrte Fritz zurück, parierte einige Bälle und brachte Kiel zurück ins Spiel. Auch die Umstellung der Abwehr auf eine offensivere Formation brachte die Flensburger aus dem Konzept. Vom 15:21 (37.) holten die "Zebras" Tor um Tor bis zum 23:23 (44.) auf und gingen beim 24:23 (48.) erstmals selbst in Führung, wurden aber für ihre Aufholjagd nicht belohnt.

Im vorangegangenen Duell der Halbfinal-Verlierer waren Piotr Przybecki (7) für Nordhorn und Aleksandar Knezevic (8/4) für Göppingen die besten Torschützen. Am Samstag hatte der Bundesliga- Zehnte Göppingen mit 30:31 gegen Kiel verloren, Nordhorn unterlag Flensburg nach Verlängerung und Siebenmeterwerfen mit 36:38.

"Es war heute mental sehr schwer zu spielen, nachdem wir gestern so unglücklich ausgeschieden sind. Wir mussten gewinnen für den Europacup-Platz. Das ist ein Riesenerfolg für die HSG", sagte Trainer Ola Lindgren. Sein Göppinger Kollege Velimir Petkovic war traurig über die Niederlage. "Das ist eine sehr große Enttäuschung für mich. Heute war es nur Glück, wer gewinnt", sagte er. Beim 28:26 (55.) lag Göppingen in Front. Doch drei Sekunden vor Schluss warf der Nordhorner Jan Filip mit einem verwandelten Siebenmeter das 30:30 und sorgte damit für das Siebenmeterwerfen.

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