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Hauptfeld verirrt sich bei Benelux-Rundfahrt

Ein kleiner Fehler der Streckenleitung hat auf der Königs-Etappe der 1. Benelux-Rundfahrt einen großen Skandal verursacht. Das Ausreißer-Trio musste lange Zeit auf das Hauptfeld warten, da dieses sich verfahren hatte.

Die Streckenleitung auf der Königs-Etappe der 1. Benelux-Rundfahrt hat durch einen peinlichen Fehler für riesige Verwirrung unter den beteiligten Radprofis gesorgt. Nachdem ein Außreißertrio rund 70km vor dem Ziel bereits einen Vorsprung von etwa sieben Minuten erfahren konnte, nahm das Hauptfeld den falschen Weg und fand erst über Nebenstraßen mit vier Kilometern Umweg wieder auf den rechten Pfad zurück.

Die Fahrer an der Spitze sollten nach Entscheidung der Rennjury auf das Peloton warten, waren aber nur widerwillig dazu bereit. Zunächst stellten sich Streckenposten dem Trio in den Weg. Schließlich stiegen der Belgier Bart Dockx (Lotto) sowie seine US-Kollegen Jason Mccartney (Discovery) und Christian Vandevelde (CSC) gutem Zureden ihrer Teamleiter 42,4 km vor dem Tagesziel des zur Protour zählenden Eliterennens wütend vom Rad und mussten fast 14 Minuten auf das verirrte Hauptfeld warten.

Anschließend wurden den Ausreißern, die nach 50 der insgesamt 232 km zwischen Landgraaf und Verviers dem Peloton bei strömendem Regen davongefahren waren, vier Minuten Vorsprung gegeben. Nun warteten die Akteure im Hauptfeld, ehe auch sie die Fahrt von den Niederlanden in die Ausläufer der belgischen Ardennen fortsetzen konnten.

Italiener Ballan holt sich den Tagessieg

Die Flucht der aus dem Rhythmus gekommenen Ausreißer war 20 km vor dem Ziel der längsten der sieben Etappen endgültig beendet. Den Tagessieg holte sich der Italiener Alessandro Ballan (Lampre) im Schlussspurt vor den Lokalmatadoren Rik Verbrugghe (Quickstep) und Leif Hoste (Discovery) sowie dem Australier Allan Davis (Liberty Seguros). Die T-Mobile-Profis Sergej Iwanow (Kasachstan) und Andreas Klier (München) belegten die Plätze neun und zehn.

Das Rote Trikot des Gesamtführenden verteidigte Verbrugghe erfolgreich. Der Belgier hat zwei Sekunden Vorsprung vor Davis, der am Samstag die erste Bergetappe gewonnen hatte. Der Teamkollege des Ansbachers Jörg Jaksche hatte das Finale der 206 km durch die Provinz Limburg allein in Angriff genommen.

Auf der Pferderennbahn in Landgraaf nahe der deutschen Grenze siegte er mit fünf Sekunden Vorsprung vor Lokalmatador Erik Dekker (Rabobank) sowie dem Italiener Daniele Bennati (Lampre) und dem Russen Sergej Iwanow (T-Mobile). Erst mit 2:27 Minuten Rückstand kam T-Mobile-Kapitän Erik Zabel als 33. an.

Auch das achte Teilstück am Montag führt durch die belgische Ardennen-Region. Nach dem Start in Verbiers stehen 194 km bis Hasselt auf dem Programm.

© SID

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