sonstige Sportarten
Hitzfeld Kandidat beim VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart will nach der Trennung von Matthias Sammer einen Trainer großen Kalibers verpflichten und kann bis zum 13. Juni mit einer Entscheidung im Fall Kevin Kuranyi rechnen.

dpa STUTTGART. Der VfB Stuttgart will nach der Trennung von Matthias Sammer einen Trainer großen Kalibers verpflichten und kann bis zum 13. Juni mit einer Entscheidung im Fall Kevin Kuranyi rechnen.

Ottmar Hitzfeld, Christoph Daum und der Österreicher Walter Schachner sind nach Zeitungsberichten die heißen Kandidaten beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten. "Sie werden kein weißes Blatt bekommen, sondern einen, der das Charisma hat, ein Erfolgsgarant zu sein", versprach Präsident Erwin Staudt den Journalisten.

Derweil hat Kuranyi in einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" angekündigt, bis zum 12. oder 13. Juni zu entscheiden, ob er beim VfB bleibt. "Ich habe von Vereinen aus Deutschland Angebote. Aber ich habe auch Angebote aus dem Ausland, die sehr interessant sind", sagte der Nationalstürmer. "Es ist reizvoll, ein anderes Land kennen zu lernen. Ich werde mit der Familie darüber reden und noch ein bisschen überlegen, und mich dann entscheiden."

Nachdem Schalke 04 Kuranyis Nationalmannschaftskollege Mike Hanke zum VfL Wolfsburg ziehen lässt, wird ein Wechsel des Stuttgarters zum Vizemeister jedoch immer wahrscheinlicher. Mit der Ablösesumme für Hanke in Höhe von vier Mill. Euro könnte Manager Rudi Assauer fast die Verpflichtung Kuranyis finanzieren. Der gebürtige Brasilianer kann aus seinem bis 2007 laufenden Vertrag beim VfB für etwa fünf Mill. aussteigen.

Der VfB hätte dann auch wieder Geld in der Kasse, die durch die verpasste Champions-League-Teilnahme ansonsten nicht so schnell gefüllt werden kann. Zumal die Stuttgarter in der nächsten Woche erst einmal eine Abfindung für Sammer (Vertrag bis 2007/Jahresverdienst etwa 1,5 Millionen) aushandeln müssen. Allerdings findet Sammer möglicherweise beim VfL Wolfsburg schnell einen neuen Arbeitgeber. "Wir werden uns mit dem Thema beschäftigen", sagte VfL-Manager Thomas Strunz, der mit Sammer einst in der Nationalmannschaft spielte und 1 996 Europameister war.

Der VfB will spätestens bis zum Trainingsauftakt am 27. Juni den neuen Chefcoach präsentieren. "Es ist wichtig, dass wir schnell Klarheit über den neuen Mann bekommen, ohne dass wir dabei etwas überstürzen", sagte Staudt. Ein entscheidendes Wort mitreden wird dabei der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hundt, der die treibende Kraft beim Sammer-Rauswurf gewesen sein soll. Da der Arbeitgeberpräsident mit Walter Schachner (48) vom Grazer AK befreundet ist, zählt der österreichische Ex-Nationalspieler - wie schon vor der Verpflichtung Sammers - wieder zum Kandidatenkreis für die Cheftrainerposten.

Schachner soll in seinem Vertrag (bis 2007) eine Freigabeklausel haben. "Für jeden österreichischen Trainer ist es eine Ehre, in der Bundesliga zu arbeiten", sagte Schachner. "Deswegen ist man ja Trainer, man hat die selben Ziele wie die Spieler." Als Wunschkandidat der VfB-Verantwortlichen gilt jedoch Hitzfeld. Ob der frühere Erfolgscoach des FC Bayern München nach einem Jahr "Rentnerdasein" wieder ins Fußballgeschäft zurück will, ist noch offen. Der "Bild"-Zeitung sagte der 56-Jährige, der von 1975 bis '78 für den VfB spielte, er wolle Sammers Abschied in Stuttgart "nicht weiter kommentieren". Großes Ansehen bei Hundt genießt auch Christoph Daum. Der VfB-Meistermacher von 1992 hat allerdings gerade bei Fenerbahce Istanbul bis 2007 verlängert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%