Hockey WM
USA schickt DHB-Damen ins Spiel um Platz sieben

Die WM in Madrid gerät für die deutschen Hockeydamen zu einer immer größeren Enttäuschung. Nach einer 0:1-Niederlage gegen die USA spielen die Olympiasiegerinnen nur um den siebten Platz gegen England.

Bei Olympia spielten die deutschen Hockeydamen groß auf, bei der WM in Madrid ist von ihrer starken Form nur wenig zu sehen. Bei den elften Welttitelkämpfen muss sich die deutsche Auswahl mit dem Spiel um Platz sieben zufrieden geben. Das Team von Bundestrainer Markus Weise unterlag im ersten Spiel der Platzierungsrunde Außenseiter USA mit 0:1 (0:0) und blieb dabei bereits in der vierten Partie des Turniers ohne eigenen Torerfolg.

Nächster Gegner ist am Sonntag (12.00) erneut England, das gegen Japan mit 0:2 (0:0) verloren hat. Gegen die Britinnen gab es bereits in der Vorrunde eine 0:1-Niederlage. Bereits vor vier Jahren bei der letzten WM in Perth landete die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) nur auf Platz sieben.

Deutschen Stürmerinnen fehlt die Durchschlagskraft

"Ich bin so frustriert, wie noch nie", sagte Weise, der das Team vor drei Jahren übernommen hatte, "wir sind jetzt wieder da, wo wir angefangen haben." Tiffany Snow (37.) erzielte unmittelbar nach Wiederbeginn in der zweiten Halbzeit das Tor für die US-Amerikanerinnen, deren international größter Erfolg der dritte Platz bei der WM 1994 war.

Die Amerikanerinnen präsentierten sich bei strahlendem Sonnenschein in Madrid wie erwartet als gut organisierte, kampfstarke Einheit, gegen die sich die deutschen Stürmerinnen nur selten durchsetzen konnten. Bei den wenigen klaren Gelegenheiten war Torfrau Amy Tran zudem gut auf dem Posten. "Ich wollte immer eine Mannschaft haben, die versucht, das Spiel zu dominieren, aber vielleicht geht das mit diesem Spielermaterial nicht", sagte Weise, der als Topfavorit auf die Nachfolge von Bernhard Peters als Trainer der DHB-Herren gilt.

DHB-Team wird in der Weltrangliste abrutschen

Zwei Jahre nach dem sensationellen Olympiasieg musste die unberechenbare deutsche Mannschaft damit einen enttäuschenden Rückschlag hinnehmen. Platz drei in der Weltrangliste wird sie nicht halten können. Für die Spielerinnen bedeutet das Verpassen einer Platzierung unter den Top Sechs finanzielle Einbußen bei der Individualförderung der Sporthilfe. Auf die finanzielle Unterstützung des Verbandes durch das Bundesinnenministerium hat die Enttäuschung von Madrid keine Auswirkungen.

Weise konnte in der Partie gegen die Amerikanerinnen nach überstandener Oberschenkelzerrung wieder Verteidigerin Tina Bachmann einsetzen, auch Kerstin Hoyer spielte trotz ihrer Fingerprellung. Einsatz und Laufbereitschaft stimmten, die Mannschaft wollte unbedingt das Match um den fünften Platz erreichen. Mitentscheidend war aber wieder die Schwäche bei Strafecken. Diesmal konnten vier dieser entscheidenden Standardsituationen nicht genutzt werden.

© SID

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