Judo EM
EM-Bronze für deutsche Judoka durch von Harnier

Die Medaillenausbeute der deutschen Judoka bei der Europameisterschaft in Belgrad ist um eine Bronzemedaille reicher geworden. Anna von Harnier war im Halbmittelgewicht erfolgreich.

Anna von Harnier hat mit dem Gewinn der Bronzemedaille die Medaillen-Bilanz der deutschen Judoka bei der Europameisterschaft in Belgrad aufgebessert. Zuvor hatte Olympiasiegerin Yvonne Bönisch (Potsdam/-57kg) zum Auftakt bereits Silber für den Deutschen Judo-Bund (DJB) gewonnen.

Die Böblingerin Anna von Harnier besiegte im Halbmittelgewicht bis 63kg im Kampf um Bronze die Spanierin Sara Alvarez durch einen mustergültigen Beinfasser nach 1:20 Minuten vorzeitig und feierte ihren größten internationalen Erfolg seit dem Gewinn von WM-Bronze 2003. "Eine ganz starke kämpferische Leistung. Auch wenn noch nicht alle Techniken geklappt haben", meinte Peter Frese nach fünf Siegen und nur einer Niederlage der 26 Jahre alten Studentin.

Der DJB-Präsident ergänzte: "Die EM ist der erwartet schwere Start in die Olympia-Qualifikation mit einer extrem dichten Leistungsspitze. In allen Klassen haben acht bis zehn Kämpfer das Zeug zum Europameister und wir haben nachgewiesen, dass wir vorne dabei sind. Auch wenn noch nicht alle Medaillenwünsche aufgegangen sind."

So unterlag zum Beispiel Ex-Europameister Ole Bischof (Reutlingen/-81kg) im Viertelfinale dem späteren Titelgewinner Robert Krawczyk (Polen) durch eine Unachtsamkeit vorzeitig, kämpfte sich aber durch insgesamt vier Siege über hochkarätige Gegner in das Duell um den dritten Platz. Das ging aber gegen Weltmeister Guillaume Elmont (Niederlande) durch Yuko (mittlere Wertung) verloren und Bischof wurde Fünfter. EM-Debütant Mario Schendel (Potsdam/-73kg) schied nach einer Erstrunden-Niederlage vorzeitig aus.

Mittelgewichtlerin Heide Wollert (Halle/Saale/-70kg) verfehlte nach EM-Silber 2003 und 2006 den "großen Wurf", weil sie ebenfalls im Viertelfinale gegen Weltmeisterin Edith Bosch (Niederlande) per Yuko das Nachsehen hatte. Im Kampf um Platz drei schließlich war die Ukrainerin Mariana Prischepa zu stark, so dass für die 24 Jahre alte Wollert auch nur Rang fünf blieb.

Die Titel am zweiten Wettkampftag erkämpften Salamu Meschidow (Russland/-73kg) und Krawczyk bei den Männern sowie Lucie Decosse (-63kg) und Gevrise Emane (beide Frankreich/-70kg) bei den Frauen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%