Kanu EM
Planert rettet mit Silber deutsche Bilanz

Bei der Kanuslalom-WM sorgte Mandy Planert im Einer-Kajak mit ihrem zweiten Platz für einen Lichtblick aus Sicht der deutschen Slalomkanuten. In den drei Männer-Entscheidungen ging die DKV-Auswahl dagegen leer aus.

Dank Mandy Planert haben die deutschen Slalomkanuten doch noch einen erfreulichen Abschluss bei der EM in der Slowakei feiern können. Bei ihrem Comeback nach einjähriger Babypause holte sich Planert die Silbermedaille im Einer-Kajak hinter der Österreicherin Violetta Oblinger-Peters.

In den drei Männer-Entscheidungen in Liptovsky Mikulas am Fuße der Hohen Tatra ging die Auswahl des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) komplett leer aus. Pech hatte Erik Pfannmöller aus Halle, der Bronze im Einerkajak nur um 62 Hundertstelsekunden verpasste und Vierter wurde. Zweimal Gold in den nichtolympischen Teamkonkurrenzen schönten die deutsche Bilanz, während sich die slowakischen Gastgeber gleich drei der vier wichtigen Einzeltitel sicherten.

"Mandy Planert ist wirklich toll gefahren, aber von der Mannschaft war das insgesamt eindeutig zu wenig", kommentierte Bundestrainer Jürgen Köhler den EM-Auftritt der deutschen Mannschaft. "Nach den zwei Team-Titeln hatten wir uns im Einzel natürlich wesentlich mehr erwartet. Aber vielleicht waren wir zu selbstsicher."

Planert eroberte zudem im Trio mit Jennifer Bongardt (Köln) und Jasmin Schornberg (Hamm) Gold. Ohne die erhoffte Medaille blieb dagegen der Olympiadritte Stefan Pfannmöller im Einer-Canadier. Der Hallenser verpasste im Endlauf ein Tor, kassierte 50 Strafsekunden und wurde von Rang drei auf den zehnten und letzten Platz durchgereicht. Den Sieg sicherte sich der Slowake Michal Martikan, bester deutscher Teilnehmer war der Leipziger Jan Benzien als Fünfter.

Im Zweier-Canadier enttäuschten die deutschen Team-Europameister komplett. Nur Felix Michel/Sebastian Piersig (Spremberg) schafften das Finale der besten Zehn, wurde dort aber beim Sieg der Brüder Ladislav und Peter Skantar (Slowakei) Letzter. David Schröder/Frank Henze (Leipzig) sowie Kay Simon/Robby Simon (Halle) kamen über die Ränge elf und 13 nicht hinaus.

© SID

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