Kanu WM
Deutsche Kanuten paddeln auf Erfolgswelle

Bei der Kanu-WM in Duisburg haben die deutschen Teilnehmer in ihren Vorrundenläufen überzeugt und sich mit Ausnahme von Max Hoff in allen Rennen für die Endläufe qualifiziert - allein das Wetter lässt zu wünschen übrig.

Nur das Wetter spielte zum Auftakt der Kanu-Weltmeisterschaft in Duisburg noch nicht mit. Doch mit Ausnahme des verhangenen Himmels und des Dauerregens konnten sich die deutschen Athleten nach den Vorrundenläufen nicht beschweren - acht von neun deutschen Booten sind in die Finals am Samstag gepaddelt - die "Mission Gold" läuft bisher wie geplant, mit nur einer Ausnahme.

Wildwasser-Weltmeister Max Hoff verpasste vor heimischem Publikum als Vierter seines Halbfinals im Einerkajak den Sprung in die Endläufe über 1000m und damit auch das Olympia-Ticket für Peking.

"Die deutsche Mannschaft ist in Topform. Deutschland wird wie immer hervorragend in der Medaillenbilanz abschneiden", erklärte der deutsche Weltverbands-Chef Ulrich Feldhoff stolz. Das Ziel von mindestens sieben Medaillen, davon drei goldenen, scheint nach überzeugendem Auftakt erreichbar. Einen besonders starken Eindruck hinterließen der dreimalige Einer-Canadier-Olympiasieger Andreas Dittmer (Neubrandenburg) und der Zweierkajak mit Andreas Ihle/Rupert Wagner (Magdeburg/Essen), die Vorlauf wie Halbfinale für sich entscheiden konnten.

Spannende Finalläufe garantiert

"Das Finale wird ganz eng, das Leistungsniveau ist sehr hoch", meinte Dittmer nach dem Doppelsieg mit seinem Goldboot von Olympia 2004. Auch die Zweier-Canadier-Olympiasieger Christian Gille/Tomasz Wylenzek (Leipzig/Essen) meldeten mit einem Halbfinal-Sieg Goldambitionen an. "Wir können uns noch steigern", meinte Gille. Der Männer-Viererkajak paddelte mit Platz drei im Halbfinale in das Medaillenrennen.

Vom Vorlauf direkt ins Finale gepaddelt waren als Frauen-Flaggschiff der Viererkajak um Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin (Potsdam) über die olympischen 500 Meter sowie Einerkajak-Fahrerin Friedericke Leue (Magdeburg) über die doppelte Distanz. Gesine Ruge/Judith Hörmann (Dresden/Karlsruhe) und dem Vierer-Canadier der Männer reichte jeweils Platz zwei.

Hoff als einziger Ausfall

Max Hoff war die einzige traurige Figur im starken deutschen Team: "Ich bin ratlos und hatte einfach am Ende keine Kraft mehr." Die letzte Chance, in dieser Disziplin das Ticket für Olympia 2008 zu lösen, bieten die Europameisterschaften im nächsten Jahr.

Mit Hoffs Pleite wurde das deutsche Ziel verfehlt, in allen zwölf olympischen Bootsklassen die Tickets für Peking zu lösen. Für die Olympia-Qualifikation ist der Finaleinzug und dann mindestens Platz sechs Pflicht. Unbeeindruckt von Hoffs Aus erfüllten zumindest fünf der sechs deutschen Boote am Donnerstag Teil eins der Vorgabe. "Ich denke, viele Boote von uns haben noch nicht volle Düse gegeben. Das machen wir erst in den Finals", meinte Olympiasiegerin Wagner-Augustin. Jetzt hat sie außer Gold am Samstag nur noch einen Wunsch: "Wir Kanuten haben es ja gern nass. Aber langsam könnte sich die Sonne schon mal wieder sehen lassen." Vielleicht am Freitag, wenn in Duisburg der zweite Teil der Vorläufe über 500 und 200 Meter inklusive der sechs restlichen olympischen Bootsklassen stattfindet.

Wenn sich dieser Wunsch erfüllt und auch das Wetter noch mitspielt, sollte der "Mission Gold" nichts mehr im Weg stehen.

© SID

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