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Kein Happy End für Kiefer in Moskau

Lange Zeit hatte Nicolas Kiefer im Endspiel in Moskau gegen Igor Andrejew seinen siebten Turniersieg fest im Visier, doch am Ende drehte der russische Lokalmatador das Spiel noch und gewann mit 5:7, 7:6 und 6:2.

Für seine starken Auftritte in Moskau blieb Nicolas Kiefer die Belohnung letztlich verwährt. Der Daviscupspieler hat den siebten Turniersieg seiner Karriere beim ATP-Turnier in Moskau nach komfortabler Führung noch verschenkt. Der 28-Jährige aus Hannover unterlag im Finale der mit einer Million Dollar dotierten ATP-Veranstaltung gegen den Russen Igor Andrejew 7:5, 6:7 (3:7), 2:6 und konnte trotz einer 4:0-Führung im zweiten Satz seine "schwarze Serie" nicht beenden. Für Kiefer war es bereits die achte Finalniederlage in Folge, zuletzt hatte er 2000 in Hongkong ein Endspiel gewonnen.

"Ich hoffe weiter sehnlichst auf den Turniersieg und werde weiter hart darauf hinarbeiten", meinte ein enttäuschter "Kiwi" nach der Pleite. Seinen plötzlichen Einbruch im zweiten Satz erklärte er auch mit der "etwas verwunderlichen Taktik" seines Gegners: "Das habe ich in dieser Form und Konsequenz in zehn Jahren Tour noch nicht erlebt. Erst ließ er sich auf dem Platz behandeln und behandeln, dann verließ er den Platz noch zur Behandlung und kam quietschfidel wieder zurück. Der Schiedsrichter hat das alles durchgehen lassen. Andrejew hat sich dann in einen Rausch gespielt."

Immerhin verbuchte der Mannschafts-Weltmeister in der russischen Hauptstadt aber sein bestes Saisonergebnis. Zuvor hatte er in diesem Jahr viermal ein Viertelfinale erreicht und auch bei seiner Drittrundenniederlage in Wimbledon sowie dem Achtelfinal-Aus bei den US Open gegen Branchenprimus Roger Federer seine Klasse gezeigt.

Andrejews Aufholjagd wird belohnt

Doch in der russischen Hauptstadt klappte es wieder mal nicht mit dem großen Wurf. Dabei war der Niedersachse nach seinem 6:2, 6:4-Halbfinalsieg über den russischen Qualifikanten Igor Kunizyn voller Selbstvertrauen in sein insgesamt drittes Match gegen Andrejew gegangen. Schließlich hatte er den 22-Jährigen im vergangenen Jahr in Miami und im Juni bei den French Open in Paris zweimal bezwungen. Am Sonntag reichte Kiefer aber die souveräne Führung nicht, um den Sack zuzumachen. Der mit bandagiertem Knie angetretene Andrejew schaffte vor seinem Heimpublikum mit einer eindrucksvollen Aufholjagd die Wende und holte den dritten Turniersieg seiner Karriere.

Blake siegt in Stockholm, Ljubicic in Wien

Die übrigen Titel des Wochenendes sicherten sich James Blake (USA) durch einen 6:1, 7:6 (8:6)-Finalsieg in Stockholm über Paradorn Srichaphan (Thailand) sowie der Kroate Ivan Ljubicic in Wien durch einen 6:2, 6:4, 7:6 (7:5)-Sieg über den Spanier Juan Carlos Ferrero.

© SID

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