Kellerduell in Nürnberg
Lauter Endspiele

Aus dem abgeschriebenen VfB Stuttgart ist binnen weniger Wochen wieder ein Titelaspirant geworden. Die von Matthias Sammer verordnete wenig spektakuläre, aber ungemein effektive Spielkultur soll nun im Duell der Bayern-Verfolger mit dem FC Schalke zum Erfolg verhelfen.

dpa DÜSSELDORF. Die Chance, dem Abstand zum Revierclub auf zwei Punkte zu verringen, will sich der VfB-Coach nicht entgehen lassen: "Jeder weiß, welche Chancen diese Partie bietet. Die Spieler sind schließlich alt genug, um die Tabelle zu lesen."

Nicht nur aus sportlicher Sicht liefert die Schlagerpartie des 28. Spieltages jede Menge Gesprächsstoff. In Trainer Ralf Rangnick und Marcelo Bordon kehren zwei ehemalige Stuttgarter in das mit 48 600 Zuschauern ausverkaufte Daimlerstadion zurück. Für Abwehrchef Bordon ist es die erste Reise in seine alte sportliche Heimat, die er im Sommer für eine Ablöse von vier Mill. Euro nach fünf Jahren verlassen hatte. Die beachtliche Erfolgsserie seines ehemaligen Teams flößt ihm nur bedingt Respekt ein: "Wenn du Angst hast, hast du schon verloren. Wer Meister werden will, muss mit Risiko spielen."

Ähnlich zurückhaltend wie am 12. Mai 2001, als beim 0:1 an gleicher Stätte die Meisterschaft verspielt wurde, wollen die Schalker nicht noch einmal auftreten. Coach Rangnick setzt auf die in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellte Fähigkeit seiner Profis, in wichtigen Spielen die Nerven zu bewahren: "Wenn wir gewinnen, geht es für uns nur noch um Platz eins oder zwei."

Rangnick rechnet nicht damit, dass der punktgleiche Spitzenreiter aus München gegen Mönchengladbach Federn lässt. Seit einem Jahr sind die Borussen, die vor dem Spiel durch die Ausmusterung der Profis Igor Demo, Markus Hausweiler und Marcelo Pletsch von sich reden machten, ohne Auswärtssieg. Zudem brennen die Münchner nach der von Torhüter Oliver Kahn als erniedrigend empfundenen 2:4-Schlappe in der Champions League beim FC Chelsea auf Rehabilitierung. Der in London schmerzlich vermisste Rückkehrer Roy Makaay soll helfen, dass ein weiterer Rückschlag ausbleibt. "Für uns geht es gegen Gladbach darum, uns wieder Selbstvertrauen zu holen und mit Rückenwind in das Spiel gegen Chelsea am Dienstag zu gehen", sagte Trainer Felix Magath.

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