Langlauf Doping
DSV-Skilangläufer beharren auf weißer Weste

Die Generalkritik von Doping-Experte Werner Franke perlt an den deutschen Skilangläufern ab. Die DSV-Sportler beharren darauf, eine weiße Weste zu haben und verweisen auf strenge Kontrollen.

Die deutschen Skilangläufer wollen sich nicht an den Doping-Pranger stellen lassen und wehren sich gegen einen Generalverdacht. Dabei scheuen die Beschuldigten auch nicht vor Kritik an Deutschlands oberstem Anti-Doping-Kämpfer Werner Franke. "Herr Franke fühlt sich verfolgt. Er denkt, dass alle dopen, aber wir beweisen das Gegenteil. Unsere Erfolge sind sauber, ich lege für meine Sportler die Hand ins Feuer", sagte Bundestrainer Jochen Behle vor der am Freitag beginnenden Tour de Ski dem sid.

Doping-Fahnder Werner Franke hatte den Langlauf als verseuchteste Sportart nach dem Radsport bezeichnet. Bei der Tour de Ski mit acht Etappen in zehn Tagen wird es vor jedem Rennen Blutkontrollen geben, dazu kommen Urinproben nach den Etappen. Titelverteidiger Tobias Angerer bot vor dem anstehenden Saisonhöhepunkt erneut jede Zusammenarbeit mit den Dopingfahndern an: "Meinetwegen können die Kontrolleure mein Blut einfrieren und in zehn Jahren wieder auftauen. Es gibt nichts zu verbergen. Ich bin der Beste auf sauberem Weg, das spricht für den Sport."

Doping-Sperre wegen Einnahme von Hustensaft

Gesamtweltcup-Spitzenreiter Axel Teichmann verwies darauf, dass die deutschen Sportler mit ihren unabhängigen Blutvolumenmessungen über das normale Maß hinaus den Antidopingkampf betreiben würden: "Es hat in unserem Sport wie in anderen Sportarten auch schwarze Schafe gegeben. Aber der Generalverdacht ist ungerecht."

Erst kürzlich war die talentierte Nachwuchsläuferin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) für ein Jahr gesperrt worden, weil sie nach eigenen Angaben versehentlich Mucusolvan-Hustensaft eingenommen hatte. Darin enthaltene Substanzen stehen auf der Dopingliste.

© SID

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