Langlauf Doping
Wada soll Sachenbacher-Stehles Blut untersuchen

Die Wada nimmt sich voraussichtlich dem Fall Sachenbacher-Stehle an und soll die Belastungs-Blutstudie bei der deutschen Langläuferin vornehmen. Evi Sachenbacher-Stehle will mit dem Test ihre Unschuld beweisen.

Der Internationale Skiverband FIS hat die Belastungs-Blutstudie im Fall von Evi Sachenbacher-Stehle an die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada abgetreten. Die FIS betonte, dass man das Problem an die Wada weitergegeben habe, die spätestens im Mai mit einem ganz neuen Programm im Kampf gegen Blutmanipulationen beginnen werde. Dabei sollen auch die Werte der deutschen Langläuferin gesammelt werden, die mit dem Test ihre Unschuld beweisen will.

Sachenbacher-Stehle steht bereit

"Evi steht zur Verfügung, wann immer es nötig ist. Wir wollen den Test so schnell wie möglich durchführen, damit sie endgültig rehabilitiert wird. Da muss auch der Deutsche Skiverband (DSV) Druck machen", erklärte ihr Manager Ralf Scheitenberger. Sachenbacher-Stehle habe nach dem Saisonende jederzeit Zeit für die Blutstudie.

Die Staffel-Olympiazweite war bei den Winterspielen mit einer fünftägigen Schutzsperre wegen eines zu hohen Hämoglobinwertes belegt worden. Ein hoher Hämoglobinwert kann, muss aber kein Hinweis auf Doping mit EPO oder Transfusionen mit Eigenblut sein. Sachenbacher-Stehle verweist auf eine familiäre Veranlagung für hohe Werte, die FIS bestreitet das. Der DSV hatte Doping im deutschen Team "zu 100 Prozent" ausgeschlossen.

© SID

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