Leichtathletik DM
Heidler überragt bei nationalen Titelkämpfen

Hammerwerferin Betty Heidler hat mit einer starken Leistung von 73,59m bei den deutschen Meisterschaften in Ulm den ersten Platz belegt. Ein Luxusproblem zeichnet sich derweil bei den Stabhochspringern ab.

Nicht so recht voran gekommen sind Deutschlands Leichtathleten auf dem Weg zur EM in Göteborg (7. bis 13. August) am ersten Tag ihrer nationalen Titelkämpfe in Ulm. Der Kreis der bisher 44 DLV-Athleten mit Norm hat sich am Samstag vor 5 000 Zuschauern in Ulm nicht erweitert. Inklusive Staffeln wären dies 60 Athleten für die EM, rund 70 sollen es nach dem Wunsch des Verbandes bis Sonntagabend noch werden.

Neben guten Leistungen der Werfer prägten gute Hürdensprints durch die Europa-Ranglistenzweite Kirsten Bolm (Mannheim/12,84) sowie den auf 13,38 Sekunden verbesserten Leipziger Thomas Blaschek und einige weitere gute Zeiten der Läufer das Bild. Über 5000m gewann Irina Mikitenko (Wattenscheid) in 15:28,00 erstmals einen Titel und das Duell mit Sabrina Mockenhaupt (Köln/15:40,55), wahrscheinlich wird sie angesichts des Windes trotz fehlender Norm mit dem EM-Ticket belohnt.

Elfter Titel für Lars Riedel

Der fünfmalige Weltmeister Lars Riedel (Chemnitz) meinte nach seinem elften Diskus-Titel mit 65,75m: "Ich mache bis 2007 weiter. Bis Olympia 2008 möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen." Trotz Rang zwei mit 62,00m muss U23-Europameister Robert Harting (Berlin) um den EM-Start bangen, da er nur einmal die Norm hat. Wie schon zweimal bei der WM blieb dem Wattenscheider Michael Möllenbeck (61,75m) auch in Ulm nur Bronze. Im Hammerwerfen wartete Betty Heidler (Frankfurt) nach ihrem Europacup-Versagen wieder mit einer Weltklasseweite von 73,59m auf. Im Kugelstoßen war Cup-Siegerin Petra Lammert (Neubrandenburg/18,84) nach der Absage der Magdeburger Olympia-Zweiten Nadine Kleinert, deren Schultereckgelenk-Verletzung den EM-Start in Frage stellt, ungefährdet. Im Speerwerfen gewann die Olympia-Zweite Steffi Nerius (Leverkusen) mit 65,71m und den Vorstoß auf Rang drei in der Welt ein großes Duell mit der Offenburger WM-Zweiten Chistina Obergföll (64,07), die derzeit international Nummer eins ist.

Luxusproblem bei den Stabhochspringern

Die Stabhochspringer bescherten dem DLV ein Luxusproblem: Der europäische Ranglisten-Zweite Fabian Schulze (Kornwestheim) muss nach dem Scheitern an der Anfangshöhe die EM im Fernsehen anschauen, falls ihm der Leverkusener Richard Spiegelburg als Vizemeister mit 5,70m am Ende das Ticket wegschnappen würde.

"Lars Börgeling als Meister mit 5,75m und Tim Lobinger als Dritter stehen fest für die EM. Aber über meinen Nominierungsvorschlag zu Rang drei muss ich mir noch den Kopf zerbrechen", meinte Bundestrainer Jörn Elberding, nachdem Schulze bei seiner Anfangshöhe von 5,50m dreimal am Wind gescheitert war. Nur Lobinger, der diesmal auch nur 5,60m nahm, war in diesem Jahr in Europa höher gesprungen als der Schwabe.

Den 100-m-Titel gewann der Wattenscheider Favorit Ronny Ostwald bei leichtem Gegenwind in 10,33 Sekunden, verpasste dabei jedoch die zweite Erfüllung der EM-Norm (10,30). Bei den Frauen genügten Verena Sailer (Fürth) bei 1,2m Gegenwind/Sekunde international völlig unbedeutende 11,62 Sekunden zum ersten Titel. Beide Sprintsieger dürfen allerdings sicher sein, dass sie über 4x100m genau wie die Männer und Frauen der 4x400-m-Strecke für Göteborg nominiert werden.

© SID

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