Leichtathletik Doping
Lewis glaubt nicht an Doping-Kontrollsystem

Tamsyn Lewis hat vor Beginn der Spiele in Peking den Glauben an das Anti-Doping-System verloren. Die 800-m-Hallenweltmeisterin sieht immer noch Sportler, "die nicht sauber sind".

Unmittelbar vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking hat die australische 800-m-Hallenweltmeisterin Tamsyn Lewis die Doping-Debatte weiter angeheizt und Zweifel am Anti-Doping-System geäußert. "Wenn ich an der Startlinie stehe und mich umschaue, sehe ich Frauen, die nicht sauber sind. Da bin ich sicher", sagte die 30-Jährige dem Sydney Daily Telegraph: "Ich habe meinen Glauben am System komplett verloren, weil es viel zu viele gibt, die es unterlaufen."

Dafür erntete Lewis Kritik vom australischen NOK-Vize-Präsidenten Peter Montgomery. "Die Athleten sollten sich hier auf ihre Wettkämpfe konzentrieren und die Jagd nach Dopingsündern den zuständigen Stellen überlassen", sagte der Funktionär. Er gestand aber, das Problem ähnlich zu bewerten: "Wenn sie Verdachtsmomente gegen eine bestimmte Person hat, soll sie es sagen, und wir tragen es beim IOC vor."

Spektakuläre Dopingfälle erschüttern Leichtahtletik

Die Leichtathletik musste zuletzt eine Serie von spektakulären Dopingfällen verkraften. Marion Jones, mit drei Goldmedaillen Star der Sommerspiele 2000 in Sydney, gestand systematisches Doping und verlor ihre fünf Medaillen.

Athen-Sprint-Olympiasieger Justin Gatlin verlor seinen Weltrekord und ist für vier Jahre wegen Testosteron-Dopings gesperrt. Kurz vor Olympia wurden zehn russische Leichtathleten wegen Dopingverdachts disqualifiziert.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%