Leichtathletik Doping
Sünder Kenteris und Thanou nehmen Sperre hin

Die griechischen Sprinter Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou haben die zweijährige Dopingsperre des Weltverbandes Iaaf akzeptiert. Der Fall ist damit abgeschlossen, das Duo ist bis zum 22. Dezember 2006 gesperrt.

Der Fall um die beiden griechischen Sprintstars Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou ist abgeschlossen. Das griechische Duo hat die zweijährige Dopingsperre 22 Monate nach der spektakulären Affäre bei den Olympischen Spielen 2004 akzeptiert. Dies teilt der Leichtathletik-Weltverband Iaaf auf seiner Internetseite mit. Beide sind bis zum 22. Dezember 2006 gesperrt.

Beide geben ihre Schuld zu

Laut Iaaf räumten die früheren Weltklasseathleten ihre Schuld ein, bevor der Internationale Sportgerichtshof (CAS) sich am Montag mit ihrem Fall befassen wollte. Beide gestanden demnach, drei Dopingproben zwischen dem 27. Juli und 12. August 2004 versäumt und damit die Regel 32.2 (d) der internationalen Dopingbestimmungen gebrochen zu haben. Durch die Verhinderung einer Urin- und Blutprobe verstießen sie gegen die Regel 32.2/c.

"Das Agreement der beiden Seiten war eine große Überraschung. Wir hatten uns auf drei Verhandlungstage eingestellt", erklärte CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb. Athletenanwalt Gregory Ioannidis sprach von einem Deal mit der Iaaf, der beiden die Rückkehr zum Sport erleichtere. Zu Inhalten der Abmachung sagte er nichts. Offenbar werden sich Kenteris und Thanou öffentlich für den Kampf gegen Doping engagieren.

Der griechische Leichtathletik-Verband Segas hatte das von der Iaaf suspendierte Duo im März 2005 mit der Begründung freigesprochen, Kenteris und Thanou hätten den Test nicht umgangen, sondern seien davon lediglich nicht unterrichtet gewesen. Die Iaaf akzeptierte dies nicht, sprach selbst die provisorische Zweijahressperre aus und zog gegen Segas vor das CAS. Die beiden Athleten wollten dort eine Aufhebung der Sperre bis zu einer endgültigen Entscheidung erwirken.

Kenteris, 200-m-Olympiasieger von Sydney, und Thanou, 100-m-Zweite der Sommerspiele 2000, sollen mit Hilfe ihres mittlerweile vom Segas für vier Jahre gesperrten Trainers Christos Tsekos vor Olympia 2004 angeblich einen Motorradunfall fingiert haben, um sich hinsichtlich der angeordneten Urinprobe ein Alibi zu verschaffen.

© SID

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