Leichtathletik Doping
Wada warnt vor neuem "Fall Ben Johnson"

John Fahey, Chef der Wada, sieht die Gefahr, dass ein neuerlicher Dopingskandal im Sprintbereich das Vertrauen der Fans in die Leichtathletik massiv erschüttern könnte.

20 Jahre nach dem spektakulären Dopingfall um 100-m-Olympiasieger Ben Johnson 1988 bei Olympia in Seoul warnt John Fahey die Leichtathletik vor dem moralischen Bankrott. "Ich sehe den Verdacht der Öffentlichkeit und ich hoffe und bete dafür, dass es im 100-m-Lauf nicht eine neue Affäre gibt", meinte der Chef der Anti-Doping-Weltagentur Wada am Tag vor dem Auftakt der Sommerspiele in Peking.

Der 63 Jahre alte Australier schloss sich nicht dem Vorwurf seines Vize-Präsidenten Arne Ljungqvist (Schweden) an, der von systematischem Doping in Russland gesprochen hatte. In den letzten Tagen waren sieben Athletinnen und drei Geher suspendiert worden, darunter vier Goldhoffnungen für Peking. Fahey, früher Finanzminister seines Landes, meinte: "Es gibt Anschuldigungen, und die Athleten haben ein Recht, gehört zu werden."

Fahey lobte die Fortschritte Chinas im Anti-Doping-Kampf, insbesondere den Versuch, die Herstellung von Dopingmitteln stark einzuschränken.

© SID

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