Leichtathletik EM
Guter DLV-Auftakt - Klüft knapp hinter Barber

Einen starken Auftakt feierten die deutschen Leichtathleten bei der EM in Göteborg. Im Siebenkampf lieferten sich unterdessen Lokalmatadorin Carolina Klüft und Eunice Barber aus Frankreich bereits ein packendes Duell.

Bei den Europameisterschaften in Göteborg haben die deutschen Leichtathleten einen guten Start hingelegt, auch wenn in Runde eins zwei von elf Athleten auf der Strecke blieben. Die zwei größten Trümpfe stachen dagegen beim Auftakt. "Es gibt kein Quali-Trauma mehr", kommentierte die Olympiavierte Betty Heidler (Frankfurt/Main) ihren souveränen Einzug ins Hammerwurf-Finale am Dienstag. "Das gibt Selbstvertrauen für den Endkampf heute abend", freute sich auch Kugelstoßer Ralf Bartels (Neubrandenburg), der mit 20,58m die größte Weite aller Teilnehmer in der Qualifikation erzielte.

Dagegen kam am ersten Tag des Kampfes um 47 Titel zwischen rund 1 300 Athleten aus 48 europäischen Nationen das Aus für zwei Frankfurter. Über 400 m war Sebastian Gatzka in 46,55 Sekunden zwar genau so schnell war wie sein Klubkamerad Kamghe Gaba (Platz drei), wurde aber im letzten Vorlauf nur Siebter. Im Hammerwerfen verpasste Susanne Keil (Leverkusen) mit 66,45m das Finale der zwölf Besten um einen Rang und 36 Zentimeter.

Heidler ohne Mühe

Betty Heidler, 2005 bei der WM in der Qualifikation gescheitert und beim Europacup im Juni ohne gültigen Versuch, meinte nach der gleich im ersten Versuch mit 71,40m bestandenen Nervenprobe hocherfreut: "Ich habe mich gut eingeworfen und mir gesagt: mache es so wie immer. Jetzt habe ich eine gute Perspektive fürs Finale."

Vor allem auch deshalb, weil Oxana Menkowa (Weißrussland/62,85) und Jekaterina Choroschich (62,97) nach zuvor weltrekordnahen 76-m-Würfen kläglich auf der Strecke blieben. Als größte Heidler-Rivalin neben Tatjana Lysenko (73,23) hatte auch deren Weltrekord-Vorgängerin Gulfija Chanafejewa (beide Russland/67,53) große Probleme. Nur diese beiden warfen aus dem Kreis der Finalistinnen 2006 weiter als Heidler bei ihrem Rekord (76,55). Kathrin Klaas (ebenfalls Frankfurt/67,59) kam als Achte weiter.

Bartels nach Qualifikation erleichtert

Ralf Bartels zeigte sich nach der Qualifikation erleichtert, denn im März war er bei der Hallen-WM genau an dieser Hürde gescheitert. "Ich hatte Moskau natürlich im Hinterkopf und war sehr nervös. Aber dann klappte es gleich auf Anhieb sehr gut. Die 20,58m sind ein gutes Omen, denn das ist genau die Weite, mit der ich vor vier Jahren in München EM-Bronze gewann", meinte der Neubrandenburger, der vor Ex-Weltmeister Andrej Michnewitsch (Weißrussland/20,49) lag. Teamkollege Andy Dittmar (LG Ohra-Hörsel) kam als 12. mit 19,68m gerade noch in den Finalvorkampf.

Weiter kamen auch zwei deutsche Meister jeweils als Vorlauf-Dritte. Ronnie Ostwald (Wattenscheid) war 10,42 Sekunden 13. unter 32 Läufern, die den Zwischenlauf am Abend erreichten und meinte: "Mein Traum bleibt das Finale." Claudia Marx (Erfurt) war nicht zufrieden mit ihren 56,04 Sekunden über 400m Hürden, der elftbesten Zeit aller. "Im Halbfinale muss ich schneller sein", meinte die Staffel-Europameisterin von München 2002. Schnellster Sprinter war in 10,24 der Brite Dwain Chambers, der seine beiden EM-Gold von München 2002 später wegen Dopings verloren hatte.

Duell zwischen Klüft und Barber

Während im Siebenkampf gleich das Duell zwischen dem groß gefeierten schwedischen Star Carolina Klüft und Frankreichs Ex-Weltmeisterin Eunice Barber entbrannte, wuchs vor allem die Leverkusenerin Jennifer Oeser über sich hinaus. Nach zwei persönlichen Bestleistungen von 13,65 Sekunden über die Hürden und 1,86m im Hochsprung war sie Fünfte. Auf Platz neun liegt die heimliche Bronzehoffnung Lilly Schwarzkopf (Paderborn) nach ebenfalls 13,65 Sekunden und 1,80m.

© SID

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